Restaurant eröffnen - Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in Köln

Restaurant eröffnen: Sonja Theile-Ochel vom Südtiroler Restaurant „rhein + wiese“ in Köln

1 Veröffentlicht von - 10. Dezember 2015 - Foodpreneur werden, Gründergeschichten, Gründertagebuch, Köln

Und dann ist Köln ganz nah

Der #SPECHT wird sich in 2016 mausern. Mit dem Ziel der Profilschärfung belegte ich den Kurs „Zielgruppe und Positionierung“ von Online Coach Shaila Stephens-Würsig – sehr empfehlenswert! Eine der ersten Aufgaben war in der Zielgruppe Interviews zu führen. Und das war nicht einfach. Warum? Meine Zielgruppe der Food- und Gastro-StartUps in der Vorgründungsphase ist sehr heterogen und schwierig erreichbar – online wie offline.

Glücklicherweise bekam ich Unterstützung von Bloggerkollege Jan-Peter Wulf, der meinen Aufruf zur Interviewteilnahme auf facebook teilte. So fand Sonja Theile-Ochel den Weg zu mir.

Die ehemalige PR-Redakteurin eröffnet im März 2016 ihr Südtiroler Restaurant rhein + wiese in Köln. Sofort war ich Feuer und Flamme für dieses tolle Herzensprojekt. Neben all der Begeisterung für die Verwirklichung ihres Traums kämpft die Quereinsteigerin auch mit fehlender Erfahrung und Wissen in der Gastronomie. Und da will der #SPECHT 2016 Hilfe anbieten.

Dann dachte ich: Diese spannende Geschichte der Verwirklichung eines Herzensprojektes möchte ich mit Euch teilen. Euch mitnehmen auf Sonjas’ spannende Reise der Restauranteröffnung mit allen Höhen und auch einige Tiefen.

Macht Euch einen leckeren Kaffee, sucht Euch ein stilles Plätzchen und taucht ein in Sonja’s Welt.

1. In Kürze – Restaurant „rhein + wiese“

Wofür steht „rhein + wiese“?

„rhein + wiese“ – ist Essen mit Aussicht. Im März 2016 werden wir in Köln-Poll, mit Blick auf die Stadt und Dom, das erste Südtiroler Restaurant in der Kölner Umgebung eröffnen.

Einfach gut essen – das ist unsere Küchen-Philosophie. Wir treten den Beweis an, dass gutes, hausgemachtes Essen mit frischen Produkten bezahlbar ist und satt macht.
Obwohl wir nach traditionellen Rezepten kochen werden, wird unsere Küche alles andere als hausbacken sein. Den modernen Touch transportiert auch das puristische Ambiente, das mit einem kleinen Augenzwinkern an die Gemütlichkeit alpenländischer Stuben erinnert.

„rhein + wiese“ – Das Restaurant in 140 Zeichen

„rhein+wiese“ Das ist leckeres Essen mit Aussicht: Südtiroler Spezialitäten kombiniert mit frischen Produkten aus der Region rund um Köln.

rhein+wiese ist leckeres Essen mit Aussicht: Südtiroler Spezialitäten kombiniert mit frischen Produkten aus der Region rund um Köln – Sonja über ihr Restaurant

2. Gründerpersönlichkeit

Respekt-Herr-Specht-Bettina-Sturm-interviewt-Gruendertagebuch-Restaurant-rheinundwiese-sonja-theile-ochel-gruenderMein Weg zum #Herzensprojekt

2013 habe ich mal wieder in meinen alten Tagebüchern geblättert. Da habe ich – im Alter von 13 Jahren – geschrieben: „Ich werde mal Köchin oder Bäckerin.“
Diesen Wunsch habe ich dann verdrängt: Schullaufbahn und Erziehung zeigten ihren Einfluss. Für meine Eltern war ganz klar, dass ich keinen handwerkliche Beruf ausüben werde, sondern Abi mache und danach studiere.

Ich studierte Agrarwissenschaften und verdiente mir zusätzliches Geld als Journalistin. Hier konnte ich meine Neugierde nachgehen und viel über den Weg der vielfältigen landwirtschaftlichen Produkte, wie Getreide oder Rindfleisch, von der Herstellung bis auf unsere Teller lernen.

Nach dem Studium wollte ich unbedingt weiter journalistisch arbeiten. Ich fand einen spannenden Job als Redakteurin bei RTL in der Pressestelle. 19 Jahre habe ich dort gearbeitet. Aber irgendwann war mir klar, dass ich hier nicht (ganz) alt werden will.

Ich werde mal Köchin oder Bäckerin! – schrieb Sonja als 13-Jährige in ihr Tagebuch

Was ist Dein WARUM für die Selbständigkeit?

Ich habe mir irgendwann die Frage gestellt, ob ich in meinem angestellten, bequemen Job als PR-Redakteurin wirklich alt werden will. Ob ich mich nicht eines fernen Tages als Rentnerin im Schaukelstuhl fragen werde: War mein Berufsleben erfüllend? War ich glücklich damit?
Meine Antwort hatte ich fix gefunden: „Ja, ich will was Anderes machen.“ Schnell war mir ebenfalls klar, dass ich etwas Fassbares – „Essbares“ – produzieren möchte: Etwas dessen Herstellung mich befriedigt und meine Kunden glücklich macht. Mich erfüllt es mit großer, innerer Zufriedenheit, wenn etwas, das ich geschaffen habe, andere Menschen ebenso glücklich, zufrieden und satt macht.
Für mich gab es gar keine andere Alternative als den Weg in die Gastronomie einzuschlagen.

War mein Berufsleben erfüllend? War ich glücklich damit? – das will Sonja sich als Rentnerin mit JA beantworten

Persönliche Voraussetzungen

Name
Sonja Theile-Ochel

Titel/ Jetziger Job
* seit 08/ 2015: Geschäftsführerin „rhein + wiese“

Ausbildung
* Studium Agrarwissenschaft, Universität Bonn
* Ausbildung Social Media Manager

Vorherige Jobs
* 2013 – heute: Geschäftsführerin, RHEINDA – Agentur für Social Media & Kommunikation
* 1996 – 2015: Redakteurin, RTL Television

Stärken – Meine drei Superstärken, die ich in mein Restaurant einbringe
Organisationstalent
Jederzeit den Überblick und die Ruhe bewahren
Drei Adjektive, die mich am besten beschreiben
*ergebnisorientiert
* dickköpfig
* tatkräftig

Ich war immer gerne Gastgeberin und habe meine Liebe zu gutem Essen weitergeben. Mit meinem Mann habe ich immer mal wieder rumgesponnen:

  • Was wäre wenn?
  • Kann man die oft sehr mittelmässige Gastronomie nicht verbessern? Mit guten Produkten ohne zu viel Convenience
  • Wollen wir gemeinsam ein Lokal aufmachen?

2012/ 2013: Start des Supper-Clubs „Poller-Guerilla-Cooking“
Mit meiner experimentierfreudigen Freundin Carolin Schüten begann ich hier im größeren Rahmen zu kochen. Es gab Crossover-Küche. Unregelmässig luden wir bis zu 12 Personen ein, bekochten sie und hatten eine gute Zeit miteinander.

2013/ 2014: Unzufriedenheit im Job
Ich war sehr unzufrieden in meinem Beruf, habe für mich keine Perspektive mehr gesehen. So habe ich in viele verschiedene Richtungen gedacht: Was mache ich mit meinem beruflichen Leben? Wie kann ich mich weiterentwickeln? Irgendwann war für mich klar: Ich mache mich selbständig als PR-/ Social-Media-Beraterin. Meine Wunschkunden hatte ich ganz präsent vor Augen.
Und dann macht es irgendwann KLICK: Ich werde jetzt mein eigener Wunschkunde. Ich werde nicht Ideen von anderen Leuten vermarkten, sondern selbst was auf den Markt bringen. Etwas, wofür mein Herz brennt – mein eigenes Restaurant.

2014: Erste Gedanken an ein eigenes Restaurant
Sehr schnell wusste ich, welcher Standort es sein sollte: Das Lokal am Rhein mit Blick auf dem Dom. Schnell erfuhr ich, dass es hier bald einen Pächterwechsel geben würde.
Meine inneren Stimmen waren sehr laut und riefen: Mach doch einfach! Wirf Dein „altes“ Leben über Bord!
Und ja, ich wollte mich nicht als Rentnerin fragen: „Was habe ich eigentlich die ganzen Jahre gemacht? Habe ich den Beruf gemacht, für das mein Herz brennt? Oder nur im Büro gesessen und dafür mein Geld bekommen. Und ja, ich will jetzt meine Leidenschaft als Köchin und Gastgeberin leben: ich will mein eigenes Restaurant führen.

2014: Ehemann Stefan sagt: „Dann mach doch!“
Ich weiss nicht, ob ich die Kurve wirklich bekommen hätte. Irgendwann sagte mein Mann Stefan am Frühstückstisch: „Dann mach doch!“ Diese Situation habe ich noch heute genau vor Augen: Nicht nur lamentieren und überlegen – machen!

Und dann habe ich gemacht! Weg mit allen Zweifeln. Wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht. Aber ich mache das jetzt!

Mein Mann sagte zu mir: Dann mach doch! – Sonja über ihren grössten Fan und Motivierer

Quereinsteiger – Was sind Deine fachlichen Voraussetzungen?

Food/ Gastronomie:

  • Kellnern: Wie viele andere auch, war ich während des Studiums zum Geldverdienen als Kellnerin unterwegs
  • Erstes Reinschnuppern in Gastro: Nach der Geburt meiner Tochter habe ich als Beiköchin in einem kleinen Restaurant gearbeitet.
  • 2015: Als ich die Zusage für meine Location hatte bin ich auf die Suche nach einem Küchenpraktikumsplatz gegangen. 6 Monate habe ich im Südtiroler Restaurant Apollonia in Sirmian/ Italien gekocht.

Kaufmännische Seite:
Die fehlenden kaufmännischen Grundlagen habe ich mir zum grossen Teil selbst beigebracht. Hier habe ich diverse Fachbücher gelesen, z.B über Gastro-Kalkulation und Erstellung von Businessplänen für die Gastronomie. Dann habe mich mit BWLer-Freunden ausgetauscht und gefragt: Worauf muss ich achten?

Auch bin ich privates Mitglied in der DeHoGa geworden. Dort habe ich verschiedene Seminare besucht, zB. “Das perfekte Bankett” und “Grundlagen des Arbeitsrechts“. Dabei habe ich viele Leute kennengelernt, die aus der Gastro kommen und mich mit ihnen ausgetauscht.

Für die Liquiditätsplanung holte ich mir Unterstützung vom Gastro-Berater Stephan Bromm. Diese Zusammenarbeit gibt mir Sicherheit, dass der Experte meinen Businessplan auf Tragfähigkeit gecheckt hat.

Support – Wer oder was waren die größten Unterstützer im Gründungsprozess?

Familie und Freunde: Mein grösster Unterstützer ist mein Mann Stefan. Aber auch die enge Familie und einige gute Freunde. Mit ihnen habe ich mich ständig ausgetauscht und vor allem ihre Gastsicht abgefragt. Allerdings lag der sicher oft ein wohlwollener Filter drüber, denn viele reden meist nicht Tacheles.

Netzwerken: Über Familie und Freunde bekam ich zu anderen Gastro-Menschen Kontakt. Das waren oft „ganz offene“ Gespräche und für mich sehr wertvoll: Hier konnte ich mein Konzept schildern und bekam wertvolle Rückmeldungen für Verbesserungsvorschläge.
Besonders spannend war der Austausch mit Birgit Winterberg, die in Köln 2014 ihr Tagescafé “Geschnitten Brot“ eröffnet hat. Birgit kommt wie ich aus dem TV-Bereich und wir hatten bzw. haben noch immer einen ganz offenen Austausch über Erfolge und Schwierigkeiten in der Gastro.

DeHoGa: Wie oben beschrieben, habe ich dort einige Seminare besucht.

3. BusinessKonzept – Meine Idee entwickeln

Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in KölnIdee – Konzept – Restaurant – meine Rolle

Gründungsidee
Als ich für mich entschieden hatte, das ich beruflich was Anderes machen will, war für mich auch klar, dass es was mit „Essen herstellen“ zu tun haben wird. Ich mag Gastgeberin sein und andere Menschen mit meinen Speisen glücklich, zufrieden und satt macht. So war mein Weg in die Gastronomie klar.

Warum ein Restaurant mit Südtiroler Spezialitäten?
Ich liebe die Südtirol und seine Küche. Die Landschaft ist von Gott geküsst! Sie haben Berge, tolles Wetter (knackige Sommer und kalte Winter) und sind von Natur und Klima sehr verwöhnt.

Darüberhinaus haben die Südtiroler es geschafft sich auch im 21. Jahrhundert ihr kulinarisches Selbstbewusstsein zu bewahren: Die Verbindung von deftigen alpenländischen Rezepten mit italienischer Leichtigkeit z.B. bei Gemüsegerichten finde ich toll.

Ich liebe Südtirol – die Landschaft, die Küche – Sonja

Meine Rolle
Im ersten Jahr werde ich sehr viel selbst präsent sein. Im Sommer 7 Tage/ Woche und im Winter etwas weniger, weil es dann 1-2 Ruhetage geben wird. Ich werde viel in der Vorbereitungsküche arbeiten, die Kuchen backen und sonst viel im Service sein.

Das 1. Jahr ist das Tiefgeschoss unter der Hölle – sagten zwei Gastrogründer zu Sonja

Meilensteine – Was waren die wichtigsten Schritte im Gründungsprozess von „rhein + wiese“

02/ 15 Locationzusage
Im Februar diesen Jahres habe ich den mündlichen Zuschlag für meine Location bekommen. Da war jedoch klar, dass der jetzige Pächter noch bis zum 31.12.15 drin sein wird.

Businessplan
Einen ersten Entwurf meines Business-Plans hatte ich schnell geschrieben. Die Liquiditätsplanungen und Umsatzvorschauen fand ich schwierig. So nahm ich umgehend Kontakt zu meiner Hausbank auf, um zu erfahren welche Anforderungen sie an diese Planung stellten. Für die Liquiditätsplnaung kaufte ich mir die Expertise von Gastro-Berater Stephan Bromm (s.o.)  ein.

Gespräche mit der Hausbank
Die Bankberaterin fand mich offensichtlich als Person sympathisch und fand auch meine Idee gut. Nach dem Check mit dem 4-Augen-Prinzip hat es sehr lange gedauert bis die Zusage kam. Die Idee war den Gründerkredit der KfW zu bekommen. Die Entscheider dort fanden es sehr schwer nachvollziehbar, wie jemand mit gesattelten Job aus so einem Umfeld jetzt plötzlich dieses Wagnis auf sich nimmt und in die Gastro wechselt. Sie rechneten sehr lange an der Tragfähigkeit meines Konzeptes herum.

Ausschlaggebend für den Zuschlag waren nach Aussage der Berater die Faktoren: Standort gepaart mit einem relativ niedrigen Mietzins.

Meine Finanzierung
60% KfW, 20% Eigenkapital und 20% über die Hausbank.

Und so sieht die Location vom zukünftigen „rhein + wiese“ derzeit aus: Alle Photos sind von Sonja Theile-Ochel

Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in Köln Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in Köln
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Turbulenzen – Was waren die grössten Turbulenz im Gründungsprozess?

Sichtbare Turbulenzen gab es wenig. Als ich mit dem Lebensmittelkontrolleur durch meine Location ging dachte ich kurz: Oh jeeee, wie soll das alles funktionieren. Aber das gab sich schnell wieder.

Schwieriger finde ich meine „inneren Turbulenzen“
Schnell machte ich mich an die Feinplanung: Wieviele Gläser, Bestecksets, Küchengerätschaften etc. brauche ich eigentlich. Die Liste war lang und „teuer“. Da überkam mich die Angst, ob ich nicht schon vor der Eröffnung total pleite bon.

Knappe Renovierungsphase
In meiner Location ist die Elektrik auf dem Stand der 50er Jahre und muss komplett ausgetauscht werden. Dafür ist der Januar eingeplant, eröffnen will ich aber schon Anfang März. Ich hoffe inständig, dass keine größeren Schwierigkeiten bei der Renovierung auftreten und mir den wirklich knappen, sportlichen Zeitplan durcheinander wirbeln.

4. Nächste Schritte

Derzeit bin ich viel mit der Handwerkerkoordination und –terminierung beschäftigt: Angebote vergleichen und verpflichten und den Ablaufplan erstellen. Wann muss welcher Handwerker welchen Ablauf machen, wann können Kühlgeräte geliefert werden? Dann muss die Aussenfassade aufgehübscht werden. Wie soll die Einrichtung aussehen? Viel zu tun.

Auch führe ich jede Menge Brauerereigespräche u.a. mit folgenden Hintergrund: Neben den Getränken brauche ich eine Brauerei, die mir die Aussenmöblierung stellt. Ich hatte gedacht, dass diese Teil der Pacht sei. Ist sie aber nicht, denn sie gehört dem jetzigen Pächter. Für diesen Posten habe ich kein Geld mehr übrig.

Und dann geht es ganz fix: Mein Zeitplan

01.01.16: Locationübergabe
Jetzt haben die Elektriker einen Monat Zeit

01.02.16: Gewerke und Innenausstattung
Der Boden wird neu gelegt, Wände neu eingezogen, es wird gefliest, Wände werden gestrichen. Dann beginnt die Innenausstattung. Freu mich schon, wenn wir die Kaffeemaschine in Gang setzen.

01.03.16: Pre-Opening-Phase startet
Die Pre-Opening-Abende finden vor der offiziellen Eröffnung Ende März statt. An diesen Abenden haben wir nur für angemeldete Gäste geöffnet. Sie zahlen anstatt mit Geld mit ihrem schriftlichen Feedback für ihre Speisen. Die Abende sind für uns ein Testlauf für Service und Küche. Wir werden einen Fragebogen vorbereiten, den unsere Gäste ausfüllen, damit wir durch das  Feedback noch an Verbesserungen arbeiten können. Diese Chance haben wir nach der Eröffnung nicht mehr, denn manch unzufriedener Gast sagt nichts, kommt aber nie wieder. Uns interessiert natürlich, ob die Zusammenstellung der Speisekarte ankommt, wie die Preisgestaltung angenommen wird, und auch welche Kleinigkeiten, die man gerade in der Eröffnungsphase übersieht, von unseren Gästen wahrgenommen werden.

26.03.2016: Eröffnung

Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in Köln

Ihr kommt aus Köln? Dann meldet Euch doch für einen der Pre-Opening Abende an.

Ihr habt Lust auf dem Laufenden zu bleiben, Sonja hat einen Newsletter und ist auf facebook und instagram dabei.

In den nächsten Wochen werde ich Euch mit weiteren Updates von Sonja und ihrem Herzensprojekt versorgen. Bleibt neugierig!

Und schon jetzt freue ich mich, wenn ich im Frühjahr Sonja in ihrem Restaurant life erleben werde. Ich hoffe, die Sonne scheint und ich kann dann von der Terrasse auf den Rhein schauen.

1. Update: 28.01.16 – noch 58 Tage bis zur Eröffnung am 26.03.2016

Status: Was waren die 2-3 wichtigsten Steps/Ereignisse in der Zeit nach dem Blogpost am 10.12.2015?

Restaurant eröffnen – Update Gründertagebuch: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Sonja Theile-Ochel, die im März 2016 ihr eigenes Restaurant eröffnen wird: rhein + wiese in KölnWow, die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Die letzten sechs Wochen waren zweigeteilt durch den Jahreswechsel.

Letzte Vorbereitungen bis zum Jahreswechsel
Ich habe weiter recherchiert, geplant und z.B. unser Kölsch ausgesucht. Das ist für uns Kölner superwichtig! Wir haben uns für Mühlenkölsch entschieden.
Über Weihnachten haben wir uns mit der Familie eine kleine Gründungsauszeit genommen.

Silvester: Unsere Raketen steigen in den Himmel und los geht’s
In der Silvesternacht bin ich mit meinem Mann zum „rhein + wiese“ gelaufen. Um Mitternacht haben wir Raketen steigen lassen und mit Mühlenkölsch auf das „rhein + wiese“ angestossen.
Am nächsten Morgen habe ich unsere Eröffnungs-Ankündigung in den Speisekarten-Kasten gehängt. Bei schönem Wetter und am Wochenende stellen wir jetzt unsere Postkarten dazu. Die werden fleissig mitgenommen und mein Newsletter wächst.

Abbrucharbeiten und die sperrige Deckenabhängung
Nach unserem Silvesterfrühstück haben wir gleich die Arbeitsklamotten angezogen und erste Abbrucharbeiten erledigt. Puuuh, da war so viel altes Mobiliar, viele An- und Umbauten, die wir kubikmeterweise rausreissen mussten. Und dann hatten wir feistes Kräftemessen mit einer jahrzehntealten Deckenabhängung. Die war mit viel viel Stahl richtig fest in der Mauer verankert. Das sperrige Ding mussten wir mit viel Mühe abflexen. Dieser Kampf hat viel Zeit verschlungen und uns im Zeitplan zwei Tage nach hinten geworfen. Hier gibt’s ein Video dazu:

Parallel sind die Elektriker drin
Parallel zu unseren Abbrucharbeiten sind die Elektriker im Haus. Sie machen die komplette Elektrik neu und verursachen viel Schmutz und viele Schlitze in den eigentlich schönen Wänden. Aber jetzt sind sie fertig: Küche und Gastraum sind jetzt elektrisch modernisiert.

Das „rhein + wiese“ ist jetzt ein richtiges Familienprojekt
Mein Mann Stefan und meine Tochter Jana haben mir von Beginn an sehr viel geholfen. In den letzten Wochen haben auch meine Verwandten mit angepackt. Meine Schwiegermutter hat für uns gekocht oder Kuchen gebacken. Besonders gefreut habe ich mich über die Hilfe meiner vier Neffen und Nichten, die alle zwischen 12 und 18 Jahren alt sind. Die standen am 01.01. vor der Tür und sagten: „So, wir wollen helfen!“ Und dann haben sie Schichten von alten Tapeten von der Wand abgekratzt. Ohne sie hätte ich das gar nicht geschafft.

Fussgänger und die Umgebung werden auf das „rhein + wiese“ aufmerksam
Ich werde von Spaziergängern angesprochen: „Ach, ja, schön! Gibt’s schon Knödel? Können wir schon einen Kaffee haben?“ Die Menschen aus dem Viertel, in Poll und in Deutz sind alle gespannt. Ich krieg so ganz viel, ganz viel Liebe von ihnen. Die Menschen freuen sich mit mir und auf unser Restaurant. Das macht Spaß!

Ich krieg ganz viel Liebe – das ist schön! – Sonja Theile-Ochel

Worüber hast Du Dich am meisten gefreut?

Unser mitternächtlicher Startschuss am 01.01.16 war sehr emotional. Jetzt geht es richtig los! Und das das „rhein + wiese“ jetzt ein Familienprojekt ist, finde ich wunderbar. Meine Verwandtschaft rief an und sagte: „Ich hab am Wochenende ein paar Stunden Zeit. Brauchst du mich? Ich komme.“ Meine Neffen und Nichten haben eine WhatsApp-Familiengruppe aufgemacht für die fixe Kommunikation. Klasse!

Und dann bin ich riesig erleichtert, dass meine Elekrikplanung funktioniert hat und im Zeitplan geblieben ist. Die Jungs haben sich ordentlich reingekniet damit die Küche rechtzeitig fertig wird.

Und worüber hast Du Dich geärgert?

Richtig geärgert habe ich mich nicht. Es fällt viel Kleinkram an. Doch, eine Sache finde ich ärgerlich. Die KfW hat den Kredit immer noch nicht bewilligt, obwohl meine Hausbank mich unterstützt und schon im Herbst den Kontakt zur KfW gesucht hat. Das zieht sich jetzt schon gefühlte Ewigkeiten hin: Am 02.08 habe ich den Bankantrag gestellt. Anfang November ist der KfW-Antrag rausgegangen. Ich habe die Kreditzusage im Dezember bekommen und es hieß: „In der ersten Januarwoche haben Sie Ihr Geld“. Aber noch immer kein Geld auf dem Konto. Derzeit bezahle ich alles von meinem privaten Erspartem. Jetzt steht die Bestellung einiger großer Geräte an, bestellen, die ihre Lieferzeit haben. Die kann ich nicht bestellen, weil ich einfach noch nicht das Geld hab, um da jetzt die Anzahlungen zu leisten.

Was sind die nächsten wichtigen Meilensteine?

Die vier Wochen werden wir eifrig in die Hände spucken und viel in Eigenleistung erledigen.

Gastraum muss bis zum 15.02.16 fertig sein
Bis zu diesem Datum müssen im Gastraum die Wände wieder aufgebaut werden und alles fertig tapeziert sein. Dann ist der Raum eine Woche für die Bodenleger geblockt, die den Boden verfugen, Bodenmasse ausgleichen, verkleben usw. In dieser Zeit können hier keine anderen Arbeiten stattfinden.

Theke wird gebaut
Unsere Theke wird ein richtiges Nachbarschaftsprodukt. Darüber freuen wir uns riesig! Ein Freund von mir hatte auf dem Weg zu uns das Holzlager eines Tischlers entdeckt. Zusammen haben wir Holz für die Theke ausgesucht. Jetzt wird es aufgearbeitet und steht dann als fertige Theke bis zum 10. Februar bei uns im Gastraum. Schön!

Alkoholkonzession erhalten
Ohne Alkoholkonzession geht gar nichts. Wenn die Kontrolleure vom Ordnungsamt kommen muss alles picobello und fertig sein:
Von Feuerlöscher über Notausgang-Schilder, Fliegengitter vor den Küchenfenstern und vieles mehr. Informiere Dich genau, was sie sehen wollen. Denn jede Nachbesserung kostet Dich Zeit, Nerven und viel Geld. Die Alkoholkonzession ist ein ganz ganz wichtiger Meilenstein, ob das jetzt selbst wichtig findest oder nicht.

Los geht’s! Vier knackige Wochen liegen vor uns. – Sonja Theile-Ochel

Wie zufrieden bist Du auf einer Skala von 1-10 (1=überhaupt nicht zufrieden; 10=super zufrieden) mit dem bisherigen Fortschritt des „rhein + wiese“? Wofür steht dieser Wert?

Ich gebe eine 7, weil ich ein wenig ungeduldig und hibbelig bin. Aber ich bin fast 100 % zufrieden, weil wir so gut im Zeitplan liegen.

Die 7 steht für unsere tollen Fortschritte und, dass meine theoretischen Planungen in der Umsetzung funktionieren. Die fehlenden Punkte sind meiner Ungeduld und Sorge geschuldet, dass wir nicht rechtzeitig fertig werden. Wird der Gastraum fertig bis der Bodenleger kommt? Da hängt ein ganzer Affenschwanz dran: Denn erst wenn der Boden im Gastrauum verlegt ist, kann ich beim Ordnungsamt die Konzession beantragen. Von diesem Zeitpunkt an muss ich nochmals vier Wochen rechnen, bis ich die Konzession in den Händen halte. Erst dann kann ich Alkohol ausschenken und mit der Pre-Opening-Phase und Testessen starten.

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Alle Photos wurden von Sonja-Theile-Ochel zur Verfügung gestellt. Danke!

EXTRA: 3 Tipps für angehende GastroPreneure

1. Beginnt rechtzeitig mit Recherche und Planung

Du arbeitetest immer auf den Tag hin, wo Du endlich in deine Location reinkannst und mit Umbau und Renovierung starten kannst. Aber davor liegt eine lange Recherche- und Planungsphase. Mache die Phase mit sehr viel Akribie und Du wirst hinterher mit einem funktionierenden Zeitplan belohnt. Es sind sehr sehr viele Kleinigkeiten, die Du vorher schon regeln kannst, wie z.B.: Wo kommen welche Steckdose hin, welche Geräte kommen in die Küche, damit der Elektriker seine Arbeit gut machen kann, konzipiere die Speisekarte, setze den Newsletter auf und vieles mehr. Wenn ich das jetzt alles machen müsste, würde ich das nicht mehr schaffen.

2. Habt behördliche Auflagen frühzeitig auf dem Radar

Die behördlichen Auflagen für einen Gastrobetrieb sind enorm und sind vom Zeitaufwand nicht zu unterschätzen. Nicht nur das Du selbst viel Zeit dafür brauchst alle Auflagen zu erfüllen. Die städtische Behörde braucht ihrerseits auch ein grosses Zeitfenster. Ich habe das Gefühl, die sind viel zu wenig Leute für die vielen Anforderungen und laufen auch am Limit. Also, entsprechendes Zeitfenster berücksichtigen und einkalkulieren.

3. Startet früh mit Marketing und PR

PR und Marketing ist total wichtig für Dein Restaurant. Schliesslich willst Du möglichst schnell sichtbar und bekannt werden. Hole die Menschen ab. Sie wollen lesen, wie es Dir geht, was Du für Fortschritte machst, mitfiebern. Ich habe u.a. früh mit meinem Blog auf meiner „rhein + wiese“ Webseite gestartet, eine facebook-Seite aufgesetzt und meinen Newsletter gestartet. Auf meine Aktivitäten bekomme ich viel Feedback. Die Leser sind schon ganz gespannt auf die Testessen in der Pre-Opening Phase und natürlich auf die Türöffnung am 26.03.2016.

Und, seid Ihr schon neugierig, was Sonja in den nächsten vier Wochen erlebt? Ich drücke die Daumen, dass der Gastraum rechtzeitig fertig wird!

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  • […] P.S.: Die Münchner Co-Pilotin und Food-Liebhaberin Bettina Sturm begleitet uns auf dem spannenden Weg zur Restaurant-Gründung. In ihrem Interview lest Ihr mehr über unsere Motivation und Hintergründe. Hier gehts zum Gründertagebuch. […]

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