Hotel eröffnen: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Petra Hirsch, die im März 2016 mit ihrem Mann, das Hotel Maximilians in Landau eröffnen wird

Hotel eröffnen: Petra Hirsch vom Boutique-Hotel Maximilians in Landau/ Pfalz

2 Veröffentlicht von - 17. Dezember 2015 - Foodpreneur werden, Gründergeschichten, Gründertagebuch, Landau

Wie Google Alerts mich in den Flow brachten

Scannt Ihr auch immer fleissig Eure Google Alerts? Ich schon. Eines Tages führte mich Google wieder in die Tiefen des Netzes – nach Landau in der Pfalz auf den Blog vom zukünftigen Hotel Maximilians. Dort hatte Petra Hirsch gerade den Blogpost „Das Maximilians entsteht“ veröffentlicht und meinen #SPECHT freundlicherweise als Lesetipp für Neueinsteiger in die Hotel- und Gastroszene  empfohlen. Toll! Danke!

Wisst Ihr eigentlich, dass ich meine Karriere mit der Ausbildung zur Hotelfachfrau begonnen habe? Nach Ausbildungsende arbeitete ich ein paar Monate in einem Pariser Hotel, bevor ich dann mein BWL-Studium startete. Ich mag die riesigen Ketten und Bettenburgen nicht. Aber kleine inhabergeführte Hotel mit dem gewissen Etwas finde ich sehr charmant. Und ich bin sicher – so ein Hotel wird das Maximilians werden.

Bei mir hat es beim Lesen jedenfalls sofort gefunzt und ich fragte bei Petra an, ob sie Lust auf ein neues Gründertagebuch „Hotel eröffnen“ habe. Ja, kam ganz fix zurück und ein paar Tage später telefonierten wir uns zum Interview zusammen. Von der ersten Sekunde fühlte es sich an, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Petra’s Fröhlichkeit und Herzlichkeit gepaart mit richtig „auf Zack sein“ fand ich super sympathisch. Zwei Stunden im Flow und die Welt vergessen.

Seid Ihr neugierig auf Petra und die Geschichte ihrer Traumverwirklichung? Und wie sie ihren Mann nach langem Hin und Her auch für das gemeinsame Hotel begeistern konnte? Dann wünsche ich Euch viel Freude und Inspiration beim Lesen.

1. In Kürze – „Hotel Maximilians“

Wofür steht das „Hotel Maximilians“?

Wir sind DAS Boutiquehotel an der Südlichen Weinstraße. Modern, inhabergeführt und in einer der schönsten Gegenden Deutschlands – der deutschen Toskana.

Wir möchten unsere vielen gesammelten Erfahrungen als Gastgeber und auch als Gäste im Maximilians in optimaler Art und Weise umsetzen. Dafür haben wir neben unseren Ideen auch unser großes Netzwerk befragt und viele gute Hinweise zu gewünschten Ausstattungen, Leistungen, Angeboten erhalten und im Konzept umgesetzt.

Wichtig ist uns zudem die Verbundenheit zur Region – unsere „grüne“ Rate, regionale Partner und Lieferanten – und zu unseren Mitarbeitern – fest angestellt, unbefristete Arbeitsverträge, übertarif bezahlt.

USP – was ist beim „Maximilians“ anders als bei anderen (kleinen, inhabergeführten) Hotels in der Nähe?

Wir sind die beste Mischung aus Stadt- und Landhotel in einer der besten Lagen an der Südlichen Weinstraße

  • Stadthotel: professionell, modern, mit neuester Technik, Lage
  • Landhotel: individuell, persönlich, herzlich
  • beste Lage: mitten in Landau, bahnhofsnah, fußläufig zur Innenstadt, nahe zu Karlsruhe, Speyer und Frankreich

„Hotel Maximilians“ – Unser Hotel in 140 Zeichen

Maximilians – das ist ein modernes Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer für Business- und Individualgäste, von uns mit viel Leidenschaft und Erfahrung konzipiert

2. Gründerpersönlichkeit

Hotel-eroeffnen-Respekt-Herr-Specht-Bettina-Sturm-interviewt-Gruendertagebuch-Hotel-Maximilians-Petra-Hirsch1Mein Weg zum #Herzensprojekt

Ich komme aus Thüringen und habe dort Mathematik und Pädagogik studiert. Schon während des Studiums wusste ich, dass ich nie im Beruf als Lehrer arbeiten würde. Aber als Beisser, bin ich drangeblieben und habe als eine der ersten Ossis einen Westabschluss drangehängt. Dann bin ich durch Zufall in der Bank gelandet. Freunde sagten mir damals, dass mehrere Banken Mathematiker suchen würden: Beworben und drin war ich in meiner Bankkarriere bei der Commerzbank. In meiner letzten Position dort war ich Gruppenleitern im Private Banking.

Ich bin ein Beisser. Wenn ich was anfrage, dann ziehe ich es durch!

Lange Zeit hat mir meine Arbeit sehr viel Spass gemacht. Aber irgendwann ist aus dem Bankier ein Banker geworden und das war nicht mehr meins. Ich wollte nur noch weg. Mit Mitte 30 hatte ich dann die Idee eine Kneipe aufzumachen, weil ich so gerne koche. Mein Mann vermittelte mir ein Praktikum in einer riesigen Hotelküche – zum schnuppern. Nach zwei Tagen wusste ich: Nein, das mache ich nicht.

Stattdessen machte noch einmal einen neuen Anlauf bei einer Privatbank. Doch irgendwann stellte ich für mich fest: „Ich will was ganz Neues machen. Ähnlicher Job in einem anderen Umfeld ist nicht meine Lösung.“ Es folgte eine lange Phase des Überlegens: Was kann ich denn machen? Ich habe mich mit vielen Freunden ausgetauscht, viel überlegt. Aber nichts hat so richtig gefunzt.

Weihnachten vor 3 Jahren: Ich weiss, was ich will!
Aufgrund eines Generationenwechsels im Hotel hatte mein Mann Holger seinen Job verloren. Er machte aus der Not eine Idee und machte sich als Hotel-Interimsmanager selbständig. Sein erstes Assignment war die Hotelleitung bis zum Verkauf. Auch Weihnachten musste er arbeiten. Damit wir uns überhaupt sehen konnten habe ich ihm geholfen. Mit viel Spass umsorgte ich die Gäste, dekorierte das Hotel, erstellte die Weihnachtsflyer, las am Kamin die Weihnachtsgeschichte vor. Alle waren total zufrieden und ich auch. Nachts um 3:00 nach Hause kommen und am nächsten Tag wieder um 08:00 aufstehen ging gut und ich war immer noch glücklich. Nach dieser Erfahrung habe ich gesagt: Das ist es! Ich will mein eigenes Hotel. Und los ging die Recherche nach einem passenden Hotel.

Weihnachten 2013: Ich weiss, was ich beruflich machen will – mein eigenes Hotel aufmachen!

Am liebsten wollte ich das Hotel mit meinem Mann gemeinsam leiten. Aber, er war für meine Idee nicht zu gewinnen. Es war ihm wohl zu viel Risiko dabei.

Weihnachten 2012: Dann kam der Tag des Hotelverkaufs, in dem mein Mann arbeitete. „Ich habe das Angebot mal durchgerechnet. Wir könnten dem Verkäufer doch ein Pachtangebot machen“ war mein Vorschlag an ihn. Und von da an sassen wir im gleichen Boot. Wir sagten: Wir machen das jetzt! – „Wenn Du als Bankerin das richtig durchrechnest und mir die Angst nimmst vor dem finanziellen Risiko, dann kann ich mir das vorstellen!“ Wir erstellten unser Konzept und präsentierten es den Inhabern. Die Verhandlungen sind jedoch an den zu hohen Pachtforderungen der anderen Seite gescheitert.

Wir machen das jetzt gemeinsam: Wir eröffnen unser eigenes kleines feines Hotel!

Für unser Hotel habe ich dann zwei Jahre lang den Markt nach passenden Objekten gescreent.

Drei Aspekte waren für uns dabei wichtig:

  1. Wir machen das zusammen
  2. Wir wollen was finden bevor wir 50 werden
  3. Wir wollen in eine Region, in der wir auch gerne wohnen wollen. So standen für uns vier Regionen auf dem Plan: Südbayern, Voralberg, Gegend um Freiburg und die Südpfalz.

Über die Zeit haben wir uns bestimmt 20 Hotels angeschaut und uns „beworben“. Viele waren „zu klein“ und rechneten sich nicht – weniger als 30 Zimmer. Bei älteren Objekten gab es oft Sanierungsstau und das damit verbundene Risiko war uns zu gross. Dann gab es Angebote von Häusern mit 100 Zimmer und mehr. Wir entschieden: Zu gross für uns. Da sind wir nicht mehr Hotelier sondern reiner Manager. Und wieder andere Angebote waren einfach zu teuer.

Bei jeder Bewerbung mussten wir ein Konzept vorlegen. Und mit jedem Konzept haben wir uns weiterentwickelt und konnten unsere gemeinsamen Stärken gut geltend machen: Holger vertrat die Hoteliersicht und ich die des Gastes. Über unsere ideale Hotelgrösse hatten wir auch irgendwann Klarheit: mindestens 40 Zimmer und maximal 55.
In diesen zwei Jahren sind wir jedes Mal in den engen Kreis der Bewerber gekommen. Haben oft sogar den Zuschlag bekommen und dann abgelehnt.

Und dann kam „unsere Anzeige“ im Dezember 2014 in der Zeitung Landau/ Pfalz. Wir schickten unsere Bewerbung hin, setzen uns gegen drei andere Bewerber durch, bekamen noch vor Weihnachten den mündlichen Zuschlag und unterschrieben im Februar diesen Jahres den Pachtvertrag.

Im Dezember 2014 poppte „unsere Anzeige“ in der Zeitung Landau/ Pfalz auf.

Alle unsere Aktivitäten habe ich – neben meinem Hauptjob – frühmorgens, abends, an den Wochenende und im Urlaub gestartet. Erst in unserer Endphase, im Mai diesen Jahres, habe ich gekündigt. Ausgestiegen bin ich dann zum 31.10.15.

Persönliche Voraussetzungen

Name
Petra Hirsch

Titel/ Jetziger Job
* seit 01/ 2015: Geschäftsführerin „Hotel Maximilians“, PH. Hirsch Hotelbetriebs-GmbH

Ausbildung
* Dipl.-Ing.-Pädagogin an der TU Chemnitz Breitenbrunn

Vorherige Jobs
* 2008 – 2015: Vermögensberaterin, Merck Finck & Co. Privatbankiers
* 1993 – 2007: Verschiedene Positionen, zuletzt Gruppenleiterin Private Banking, Commerzbank Nürnberg
* 1991 – 1992: Traineeausbildung, Commerzbank Nürnberg

Stärken – Das bringe ich ins „Hotel Maximilians“ mit
* Fachlich profitiere ich von meinem Finanz-Know-how und persönlich von meiner Multitaskingfähigkeit und meinem Organisationstalent
* Ich liebe es, mit Menschen zu tun zu haben und komme sehr leicht mit ihnen ins Gespräch, außerdem bin ich leidenschaftliche Gastgeberin und Organisatorin und mache meine liebsten Hobbys nun praktisch zum Beruf
* Ich bin mit Herz, Bauch und Kopf dabei – nicht immer mit allen gleichzeitig, aber unter dem Strich in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander
Drei Adjektive, die mich am besten beschreiben
* kontaktstark und sympathisch
* herzlich-empathisch und positiv
* kreativ / anpackend / machend / ansteckend

Quereinsteiger – Was sind Deine fachlichen Voraussetzungen?

Food/ Gastronomie:
* Petra: leidenschaftliche Hobbyköchin und Gastgeberin
* Holger: Fachliches Know-How durch Hotelkarriere

Kaufmännische Seite:
* Petra: Bankerkarriere u.a. 7 Jahre lang Existenzgründer begleitet mit 2 Mio Kreditkompetenz

Support – Wer oder was waren die größten Unterstützer im Gründungsprozess?

Unser privates Netzwerk
Ich habe meine Freunde immer gepflegt und habe ein sehr „breites Netzwerk“. Meine Freunde habe ich immer wieder befragt zu ihrer Gästesicht, z.B. bei unserer Namensfindung oder auch Zimmerausstattung.

Toll war, dass viel Freunde von sich aus mit spannenden Einsichten auf uns zukamen, z.B. zu folgenden Themen:
* Mein Lieblingshotel: Was ich mir dafür wünsche
* Aufreger: Was ich in Hotels ganz schrecklich finde
* Mitbringsel: Über dieses Give-Away oder Aufmerksamkeit des Hotels habe ich mich besonders gefreut.

Auch ganz konkrete Unterstützungsangebote haben wir bekommen:
* Ein befreundeter Wirtschaftsprüfer prüfte unseren Pachtvertrag
* Meine Freundin Sandra Strüwing schenkte uns das Maximilians-Kommunikationskonzept für 12 Monate – was für ein Geschenk!

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzlicher Dank an alle unsere Unterstützer!

Austausch mit anderen Hoteliers
Das war irre! In der Planungsphase haben wir einige Hoteliers einfach angerufen und losgelegt mit unserem Anliegen. Was könnt ihr uns sagen zu Eurem Kühlschrank, Vinedor, Kaffeemaschinen etc.

Der Austausch mit Erfahrungsträgern war sehr kollegial: Bei Hoteldirektoren, wie auch bei den Angestellten. Alle freuten sich und hatten Spass die Infos rüberzugeben. Dringende Empfehlung für angehende Food- und Gastro-StartUps:

Netzwerken mit Etablierten – bringt Spass und Einsicht!

3. BusinessKonzept – Meine Idee entwickeln

Hotel-eroeffnen-Respekt-Herr-Specht-Bettina-Sturm-interviewt-Gruendertagebuch-Hotel-Maximilians-Petra-Hirsch2Idee – Konzept – Hotel – unsere Rollen

Unser Maximilians ist ein Boutique-Hotel – ein persönlich geführtes, individuelles und kleines Hotel. Wir werden mit 8 Angestellten starten und später auf 12 aufstocken. Wir wollen unsere Rolle als Hoteliers ausleben und unserem Maximilians unseren Flair verleihen.

Unsere Rollen
Im Moment besteht meine Arbeit zu 90% aus Organisation, Koordination und den Verkauf. Wenn Mitte Februar 2016 alle Verträge geschlossen sind, kann ich mich auf meine eigentliche Rolle konzentrieren.
* Petra: Personal, Marketing, BuHa, Verkauf
* Holger: Operations, Verkauf

 

Meilensteine – Was waren die wichtigsten Schritte im Gründungsprozess von „Hotel Maximilians“

12/14: Anzeige in der Zeitung Landau/ Pfalz

Weihnachten 2014: Wir werden den Zuschlag bekommen

12/14: Finanzierung ist geklärt
Mit unserem 5 cm dicken Businessplan sind wir zu drei Banken gegangen und haben drei Zusagen bekommen. Wenn wir Finanzierungsunterlagen abgegeben haben, haben wir immer das Feedback bekommen: so vollständig und nachvollziehbare Unterlagen bekommen wir ganz selten. Wir haben nie ein Papier nachliefern müssen.

Unsere Finanzierung:
Bank 60% und 40% durch uns; das Besondere, wir haben die Finanzierung Blanko bekommen ohne Hinterlegung von Sicherheiten.

Das sind unsere Erfolgsfaktoren

  • Unserer Ansprechpartner war direkt der Firmenkunden-Berater: „Ich habe immer direkt mit dem Entscheider am Tisch gesessen, anstelle des Kreditsachbearbeiters.“
  • Wir als Personen konnten die Ansprechpartner begeistern. Die ergänzende Kombination der fachlichen Kompetenzen von Holger und mir kam sehr gut an.
  • Unser Konzept wurde begeisternd aufgenommen
  • Unsere Zahlen stimmen: Umsatz hat mit dem Markt übereingestimmt

05.01.15: GmbH-Gründung
Dieses Bild habe ich ganz tief in mir abgespeichert: Der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Es war ein wunderschöner eiskalter früher Morgen in Landsberg am Lech. Morgens um 07:30 Uhr gehen Holger und ich Hand in Hand auf der Brücke über den türkisfarbenen Lech: „Ja, wir haben gerade eine GmbH gegründet“ Wir haben einfach still vor uns hingegrinst.

02/15: Pachtvertrag unterschrieben

15/10/15: Baustellenparty steigt
180 Gäste haben mit uns auf unser „Maximilians“ angestoßen!

06/11/ 15: Musterzimmer eingerichtet
Inmitten des ganzen Bauschutt, -schmutz und -lärm gibt es eine ganz besondere Tür – die von Zimmer Nr. 103. Hier ist unser Musterzimmer, ein schon fertiges Hotelzimmer des Maximilians.

17/11/15: Pre-Opening Phase läuft
Baustellenbesichtigung, unseren Bürgermeister begrüssen, Küchenplanung vergeben, erste Gruppenanfragen beantworten, behördliche Formalitäten erledigen, Bewerbungen sichten – das sind nur einige Themen, die in dieser Woche erledigt wurden.

04/12/15: Erste Angestellte an Bord
Yipeee, heute unsere erste Angestellte – ein Zimmermädchen – ihren Arbeitsvertrag unterschrieben

Alle Bilder im Interview und der Slideshow wurden von Petra Hirsch zur Verfügung gestellt:

Turbulenzen – Was waren die grössten Turbulenzen im Gründungsprozess?

Bewaffneter Banküberfall:
Ja, das klingt abenteuerlich. Das war es auch. Holger war in Speyer zum Bankgespräch, abends spät im Winter. Nach dem Gespräch kommt er in die leere Schalterhalle runter. Die Bank war schon geschlossen. Auf einmal stand vor ihm ein komplett vermummter Mann und zielt mit seiner Pistole auf meinem Mann. Dann hat der Täter sich umgedreht und ist glücklicherweise abgehauen.

Kabelklau auf unserer Hotel-Baustelle
Unbekannte Täter entwendeten von der Baustelle fast 1000 Meter Kabel, das im Gebäude bereits über vier Etagen verlegt war. Das Kabel wurde in den jeweiligen Etagen und Räumen abgezwickt. Jedoch liessen die Täter einen grossen Teil der abgezwickten Kabel zurück, weil sie gestört wurden. Wahrscheinlich waren mehrere Täter am Werk. Der Materialschaden wird auf ca. 3000 € geschätzt Nicht eingerechnet der finanzielle Schaden, der durch die erforderliche Neuverlegung der Kabel entsteht.

Verbindlichkeit
OK, das ist keine wirkliche Turbulenz. Aber die fehlende Verbindlichkeit bei Bank, Behörden, Verpächter, Webseiteersteller etc. ist sehr nervig und kostet Zeit. Niemand hält sich an Zusagen. Wenn ich eine Anfrage abschicke erwarte ich eine Antwort. Die bekomme ich aber nicht. Das Minimum ist 1-3 mal anmahnen für eine Antwort. Das zieht sich durch 95% aller Geschäftspersonen mit denen wir sprechen

Ich hätte nicht einen einzigen Mandanten in der Bank gehabt, wenn ich mich so benommen hätte.

4. Nächste Schritte

Diese Woche: Möbelbestellung für den öffentlichen Bereich des Hotels

Vor Weihnachten 2015: Unsere Start-Crew von acht festen Mitarbeitern ist unter Vertrag

Ende 02/16: Übergabe des Hotels vom Bauträger

Eröffnung in der ersten Märzwoche 2016

Ich möchte nicht mehr so fremdgesteuert sein – in den letzten 3 Wochen war das so – das muss wieder anders werden

Hotel eröffnen: Bettina Sturm vom FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht!“ interviewt Petra Hirsch, die im März 2016 mit ihrem Mann, das Hotel Maximilians in Landau eröffnen wirdSeid Ihr auch gespannt, wie es auf der Baustelle weiter geht? Hast Lust mitzufiebern? Dann abonniert den Blog oder folgt Petra und ihrer Crew auf facebook und instagram.

ADRESSE:
Maximilians Boutique-Hotel Landau
Maximilianstraße 28
76829 Landau in der Pfalz
Webseite: www.maximilians-landau.de

In den nächsten Wochen versorge ich Euch mit weiteren Updates von Petra und ihrem Herzensprojekt. Bleibt neugierig!

Und im Frühjahr geht es dann ab in die Pfalz, den wahrgewordenen Traum von Petra und Holger selbst erleben. Jetzt drücke ich erst mal die Daumen, dass beim Maximilians alles weiter nach Plan läuft.

UPDATE: 14.03.16 um 17:00 Uhr – Jetzt ist das Hotel Maximilians in Landau offiziell eröffnet

…und ich mittendrin. Schön!

1,5 Stunden vor der offiziellen Eröffnung checkte ich ins Maximilians ein. Ein wildes Gewusel von Handwerkern begrüsste mich. Hier ein Bohren, da noch fix eine Wand streichen und Klebefolie überall. Der trotz aller Hektik ruhig wirkende Hausherr Holger brachte mich auf mein Zimmer.
Wow, das ist toll. Meine „306“ ist ein Zimmer der Kategorie Comfort. Erster Eindruck: Sehr harmonisch eingerichtet in den Farben weiss und grau mit Farbspitzen in gelb und petrol. Sehr grosses Zimmer, mit wunderbaren Boxspring-Betten, tollem kuscheligen Bettzeug, eigener Nespresso-Maschine und vielen schönen Details. Und das Bad: Regenschauer-Dusche sowie wunderbar duftendes Duschgel und Bodylotion. Klasse!

Dann gings zum Empfang. Der Wahnsinn, was die fleissigen Heinzelmännchen in 90 Minuten noch alles bewegt haben. Es blitze vor Sauberkeit. Die Musiker im Eingangsbereich der Bar „Max 28“ begrüssten uns Gäste mit Lounge-Musik. Und dann sahen die Hausherrin Petra und ich uns zum 1. Mal life, schlossen uns in die Arme und empfanden: Wir kennen uns schon ewig. Bewegende Gefühle, die mein Bloggerleben einmalig schön machen.
Mit Sekt und Weinen aus der Region lauschten die 30 geladenen Gäste dem Bürgermeister bei seinen Eröffnungsworten. Es folgte die bewegende Ansprache der beiden Hotelchefs Petra und Holger Hirsch. Viel Zeit, Geld und Nerven haben die Beiden in die Verwirklichung ihres Herzensprojekts gesteckt. So viel Liebe steckt in den vielen kleinen Details, die ich immer wieder aufs Neue entdeckte.
Es war ein wunderbarer Abend an dem ich viele Unterstützer kennenlernte, die das Hotel Maximilians zu dem gemacht haben, wie es jetzt ist: Sandra Strüwing, die mit ihrem Team die Marketingaktivitäten des Hotels unterstützt, die Möbelbauer, der Bettenhersteller und viele mehr. Die Bäcker überreichten als Willkommensgruss einen grossen Laugenbrotschlüssel, der ratzfatz aufgegessen wurde. Im Laufe des Abends mischten sich die ersten Hotelgäste unter die Menge.
Später gab es eine Hausführung mit Petra, die uns die unterschiedlichen Zimmertypen zeigte. Der Knaller war die Suite mit Terrasse und Ausblick auf die Vogesen bei untergehender Sonne. Grosses Kino!
Und dann gab es den wunderbaren Moment, wo ich Petra und Holger die Zeichnung ihres Maximilians – hatte ich für den 1. Facebook-Post erstellt – überreichte. Sie freuten sich sehr. Jetzt ist das Bild eines der ausgewählten Dekogegenstände in der Bar. I like!

Nach wunderbarem Schlaf, Joggingrunde durch Landau gings zum Frühstück. Jetzt war in der Bar ein leckeres Buffet aufgetischt. Mein ganz persönliches Highlight: Aus vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten kannst Du Dir Deinen eigenen Saft mixen: Alles rein in die Maschine, grünen Knopf drücken und fertig ist der Tina-Saft. Ganz beschwingt ging es danach auf die Rückreise nach München.

Es waren wunderbare Stunden in Landau. Ich freue mich wieder mal, dass ich als Bloggerin den Entstehungsprozess eines Herzensprojekts begleiten konnte. Nichts rührt mich mehr, als die stolzen Blicke und kleinen Tränen der Traumverwirklicher. Liebe Petra, lieber Holger, ich wünsche Euch viel Erfolg und tolle Momente in Eurem Hotel Maximilians!

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11 Kommentare

  • Liebe Bettina, toll was du aus dem Interview gemacht hast!

    Meine Geschichte mit dir gemeinsam zu resümieren hat mir sehr viel Freude bereitet. Deine spontane, offene Art hat mich zudem mitgerissen und das Gespräch mich sehr inspiriert.
    Ich verfolge deinen Blog ja schon seit vielen Monaten und habe nie daran gedacht, dass ich einmal ein Teil davon sein könnte. Darauf bin ich jetzt sehr stolz und dafür danke ich DIR!
    Ich kann allen, die noch von ihrem #Herzensprojekt träumen nur raten, denkt es zu Ende! Holt euch hier bei Bettina den Input, das Coaching, die Inspiration, die ihr noch braucht. Und dann: Just do it!
    Oder hört auf, davon zu träumen und geht andere Wege.

    Denn mein Motto – Bettina du kennst es ja – lautet: „Am Ende unseres Lebens bereuen wir am meisten die Dinge, die wir nicht getan haben….“

    Liebe Grüße und HAPPY BIRTHDAY!!!!!!!!!
    Petra

    • Bettina Sturm 17. Dezember 2015 - 11:02 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Petra,

      Danke für die Blumen, war mir ein Vergnügen!

      Ja, #Herzensprojekt machen! Der Specht ist mein Motivator, Freudenspender, Kraftquelle und vieles mehr. Und das Schönste sind die Gespräche mit den Gründern. Alle machen voller Überzeugung ihr Ding. Geben 150% um ihre Idee zu fliegen zu bringen. Interessiert es Euch, wie der Specht entstanden ist? Dann schaut Euch dieses Video an.

      Und jetzt gehe ich zum Feinkost Käfer: Lustshoppen :-)

      Herzliche Grüsse von Bettina

  • Barbara Fichtner 17. Dezember 2015 - 10:55 Auf diesen Kommentar antworten

    Als ehemalige Kollegin von Petra durfte ich „live“ und „in Farbe“ ein bisschen miterleben, was es heißt ein solches Objekt in die Tat umzusetzen. Vieles ist also nicht neu, aber es ist ein schöner und kurzweiliger Beitrag. Er vermittelt munter einen Überblick und gibt einen kleinen Einblick. Auch wenn ich nicht der regelmässigste Leser dieser Auftritte bin, werde ich immer wieder mal reinschauen, da ich ja auch nicht mehr an der direkten Quelle sitze, um mich auf dem Laufenden zu halten.

    Herzliche Grüße aus Augsburg
    Barbara Fichtner

    • Bettina Sturm 17. Dezember 2015 - 18:33 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Frau Fichtner,
      ja klasse, da saßen Sie ja direkt an der Quelle! Ich bin schon gespannt auf den weiteren Fortlauf dieses tollen Projekts. Dann freue ich mich, wenn Sie gelegentlich mal wieder beim #SPECHT vorbeikommen.

      Beste Grüsse schickt Ihnen,
      Bettina Sturm

  • Kirsten 17. Dezember 2015 - 19:19 Auf diesen Kommentar antworten

    Liebe Frau Sturm,
    Es ist wirklich eine Freude Ihren tollen Bericht zu lesen. Er ist sehr authentisch und trifft die vielen Situationen der letzten Zeit auf den Punkt. Viele von uns durften ein ganz kleiner Teil von dieser „Metamorphose“ werden. Nun gratulieren wir erst mal der Region zu dieser tollen Bereicherung und drücken den Hirschen für ihr Herzensprojekt ganz ganz fest die Daumen!!!

    • Bettina Sturm 17. Dezember 2015 - 21:40 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Frau Sander,
      klasse, dass Ihnen das Gründertagebuch gefällt. Und erste Klasse, dass Sie sozusagen auch im „Team Hirsch“ dabei waren. Im Januar wieder vorbeispechten, dann gibt es beim #SPECHT das 1. Update.

      Herzliche Grüsse schickt Ihnen Bettina Sturm

  • Angelika Kirchmeier 19. Dezember 2015 - 15:31 Auf diesen Kommentar antworten

    wenn man Petra einige Jahre als Kollegin hatte und sie schätzen und lieben gelernt hat, kann man sie sich in keiner Rolle besser vorstellen als in der als Hotelchefin. Toll Menschen wie Sie zu haben, liebe Frau Sturm, die die ganze Entwicklung des Hotels, den Einsatz und die Freude so lebhaft in diesem Bericht zusammen gestellt hat, dass das ganze Herzblut der Hirschens regelrecht zu spüren ist. Ich werde die Entwicklung gerne immer wieder mal weiterverfolgen und durch persönlichen Kontakt zu Petra Hirsch auch am Ball bleiben.

    Herzliche Grüße aus Bobingen
    Angelika Kirchmeier

    • Bettina Sturm 20. Dezember 2015 - 10:09 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Frau Kirchmeier,
      ja, da ist gaaaaanz viel Herzblut hoch 2 drin: Von meinen Interviewpartnern genauso wie von mir. Schön, dass Sie das auch so empfinden. Und ich bin auch sehr gespannt, wie die Hirschens ihr Herzensprojekt weiter entwicklen werden, bis es im März 2016 dann flügge wird.

      Sonnengrüsse schickt Ihnen,
      Bettina Sturm

  • Hallo Petra,

    das ist ganz liebevoll geschrieben und man erkennt das dein Herz daran hängt. Selbstverständlich muss das Projekt ein großer Erfolg werden, mit einem der berühmtesten Hoteldirektoren die ich kenne und der vermutlich besten Bänkerin der Welt. Alles Liebe und Gute, wir werden euch im neuen Jahr besuchen!

    Heini

    • Bettina Sturm 8. Januar 2016 - 13:54 Auf diesen Kommentar antworten

      Hallo Heini,
      ja, da ist ganz viel Liebe drin, wenn zwei #Herzensprojekte zusammen kommen. Schon bald gibt es ein Update vom Maximilians. Bin schon ganz gespannt, was die Beiden in den letzten beiden Wochen bewegen konnten.
      Geniessergrüsse von Bettina

  • Liebe Bettina,

    jetzt habe ich noch ein Tranchen verdrückt, als ich deine berührenden Worte am Ende gelesen habe.
    Du bist eine wundervolle Frau. Menschen wie du haben dafür gesorgt, dass wir unser Ziel auch in trüben Stunden nicht aus den Augen verloren haben.
    Und ihr habt unseren Flow stets verstärkt und uns gute Hinweise und Tipps gegeben.

    Bis ganz bald. Alles Liebe.
    Petra

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