Café eröffnen: Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soul

Café eröffnen: Gründerinterview mit Katrin Große & Dr. Tatjana Reichhart, Kitchen2Soul

1 Veröffentlicht von - 12. November 2015 - Gründergeschichten, München

Wohlfühlort: So ein 2. Zuhause wünsche ich mir in meiner Nachbarschaft

Im Workshop „Storytelling“ von Maren Martschenko traf ich Martina Fuchs. Über meine Idee – ein Buch über meine Quereinsteiger von „Respekt Herr Specht“ – zu schreiben, kommen wir ins Gespräch. „Kennst Du das Kitchen2Soul?“ fragte sie mich. „Dort können wir Dein Thema vertiefen“. Ich kannte dieses wunderbare Café nicht. Im Internet schlaute ich mich ein wenig auf und freute mich riesig auf diesen Ort. Vereint er vieles, was ich liebe: Geführt von zwei Quereinsteigern ist er eine Kombination aus Café, Buchhandel und Veranstaltungsort.

Im Kitchen2Soul fühle ich mich gleich wohl: Die Farben, die Stimmung, der Geruch von Kaffee hängt in der Luft. Und die vielen Bücher. Bücher zur Selbstentwicklung, zum Vorlesen, für’s Hobby und mehr. Der würzige Kürbis-Kartoffelauflauf sorgt für mein leibliches Wohl. Und danach leckersten Schokokuchen. Ich wünsche mir auch so einen Wohlfühlort für meine Nachbarschaft. Sofort. Jetzt.

Katrin Große und Dr. Tatjana kennen sich schon aus ihrer Grundschulzeit. Es ist eine „Lebensfreundschaft“, sagen die Beiden. Anfang 2015 sitzen sie zusammen und sprechen über ihren Traum „Cafe eröffnen“: Tatjana von einer Begegnungsstätte mit Veranstaltungen und Katrin vom Coaching-Café. Dann geht alles ganz fix. „OK, dann machen wir das jetzt“ beschliessen sie. Und am nächsten Tag starten sie damit ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Sechs Monate später öffnet sich die Tür vom Kitchen2Soul zum 1. Mal.

Was ist das Kitchen2Soul?

Eine Begegnungsstätte, ein schöner Ort, der wie Dein 2. Zuhause ist.

Das Kitchen2Soul ist ein #Wohncafé“ für die Seele mit Zusatzangebot an Büchern, Seminaren und Coaching

Was macht unser Café zum Wohlfühlort, das fragen wir auch immer wieder unsere Kunden. Die Einrichtung gefällt vielen. Sie kommt  als nicht durchdesigned an, wie von einem Architekten. Überall steckt ganz viel WIR drin. Es ist ein Ort der aus Herzblut entstanden ist.

Wir bekommen auch immer wieder das Feedback, dass man merkt, dass wir Quereinsteiger in der Gastro sind. Wenn wir nachfragen kommt: „Hier ist ganz viel Herz und Seele drin.“

Das kitchen2soul ist mehr als nur ein „klassisches Café“. Durch die Bücher spüren die Menschen, dass es hier auch andere Themen gibt. Im Gespräch weisen wir dann auf unsere Veranstaltungen, Coaching- und Beratungsangebote hin.

Mit dem Kitchen2soul haben wir unseren Traum verwirklicht!

Euer USP – was ist an Kitchen2Soul anders als in anderen Cafés bzw. Coaching Cafés?

Wir wollten nicht nur ein Café eröffnen: Ein Coachingcafé sollte es sein. Wir starteten mit unserem Research. Zum Thema Café mit Coaching-Angebot haben wir zumindestens in München nichts gefunden. In Berlin gibt es das Talentcafe von Beate Westphal. In Hamburg wurden wir auf die Modern Life School aufmerksam: Dort gibt es ein vielfältiges Veranstaltungsangebot und auch ein Café mit Büchern. In London gibt es die School of Life, die ihr Angebot ähnlich wie wir gestalten, jedoch philosophisch ausgerichtet sind.

Unsere Kombination haben wir so nirgends gefunden.

Woher rührt Eure Leidenschaft fürs Kochen, Coachen und Bücher?

Gegensätze: Von Kochen als Meditation bis überhaupt nicht kochen können

Katrin: Ich habe immer schon gerne gekocht. Das Grundhandwerkszeug habe ich im Schulfach Kochen an der Maria-Ward-Schule hier in München gelernt. Schnell zeigte sich, dass ich dafür Talent mitbringe. Köchin wollte ich nach meinem Schulabschluss trotzdem nicht werden Ich entschied mich für die Ausbildung zur Hotelkauffrau. Privat habe ich schon immer gerne gekocht: Das entspannt mich, das hat so was Meditatives.

Tatjana: Ich kann überhaupt nicht kochen. Gehe dafür leidenschaftlich gerne sehr gut essen.

Ich kann überhaupt nicht kochen – Tatjana Reichhart von Kitchen2Soul

Coachen: Wir lieben Begegnungen mit den Menschen

Tatjana:

Ich wollte immer Menschen und Kommunikation miteinander verbinden. In meinem Medizinstudium war mir schnell klar, dass es nur ein Fach für mich geben wird: Psychatrie und Psychotherapie. Das ist das einzige Fach, wo Du mit Menschen sprichst.
2010 war ich an dem Punkt, dass ich nicht mehr nur mit kranken Menschen arbeiten wollte. Ich entwickelte Workshops für Unternehmen, die im Gesundheitsmanagement für ihre Mitarbeiter aktiv werden wollten. Die Themen sind z.B. Gesundheitsmanagement für Führungskräfte, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern, Burnout. Spass und Erfolg waren so groß, dass ich beschloss: Ich will mehr mit gesunden Menschen präventiv arbeiten.

Heute habe ich zwei Rollen: Zum einen bin ich tätig als Ärztin und auf der anderen Seite bin ich Coach/ Beraterin hier und in den Unternehmen.

Katrin:

Ich habe acht Jahre in der Personalabteilung einer Unternehmensberatung gearbeitet. Währenddessen habe ich eine einjährige Ausbildung zur Personalreferentin absolviert. In den vielen Personalgesprächen, die ich führte ging es neben dem Fachlichen auch viel ums menschliche Miteinander. Ich hatte Spass daran, die Mitarbeiter zu coachen.

Irgendwann sassen Nana und ich zusammen und dann meinte sie: Mach doch eine Coachingausbildung, das könnte was für Dich sein. Und so war es! Schnell fand ich eine für mich passende Ausbildung und legte los. Mir hat es viel Freude bereitet meine neue Kenntnisse direkt in meinem Job anzuwenden. Dazu kamen erste Privatcoachees. Am meisten Spass macht mir die Bewerbungsgeschichte: Mappen gucken und auf Vorstellungsgespräche vorbereiten. Da kann aich aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen und Du siehst schnell Erfolge.

Irgendwann hatte ich dann die Idee eines eigenen Coachingcafés.

Katrin Große
seit 04/2015 – heute: Geschäftsführerin vom kitchen2soul; schwerpunktmäßig kümmert sie sich um das Café und das ganze Kaufmännische.

Ausbildung:
2000-2001: Ludwig-Maximilian-Universität München, Klassische Archäologie und vergleichende Literaturwissenschaften
2002-2004: Ausbildung zur Hotelkauffrau (IHK) inkl. Managementtraineeship im Parkhotel im Lehel (München)
2009-2010: Weiterbildung zur Personalreferentin (bsb)
2013-2014: Ausbildung zum systemischen personal und business Coach (Coaching Akademie Berlin)

Vorherige Jobs:
02/2008 – 08/2015: Personalreferentin, Munich Strategy Group (MSG)
2006-2007: Vorstandsassistenz, Acon Aktienbank
2004-2005: Leitung Parkhotel im Lehel

Dr. Tatjana Reichhart
seit 04/2015 – heute: Geschäftsführerin vom kitchen2soul; schwerpunktmässig verantwortlich für die Veranstaltungen und das Marketing.

Ausbildung:
1998 – 1999: Kommunikationswissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München
1999 – 2006: Medizin – Dr. med., TU München & LMU München

Vorherige Jobs:
10/2015 – heute: Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
09/2014 – 10/2015: Oberärztin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Technische Universität München
2010-heute: Workshops zum Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Unternehmen und Behörden

Kurz & knapp die Philosophie hinter „Kitchen2soul“ Was ist die Vision und Mission? Für welche Werte steht „Kitchen2soul“ ein?
Das Kitchen2Soul versteht sich als Ideengeber und Inspirationsquelle für ein gutes Leben, als Ressource und Kraftgeber für die Förderung und den Erhalt des Wohlbefindens unserer Kunden. Das Kitchen2Soul ist Plattform für Austausch, Weiterbildung und Selbst-Entwicklung, für Vernetzung und für gutes Essen. Also eine Wohnküche für die Seele mit einem interessanten Angebot an Veranstaltungen rund um die Fragen, die uns das Leben stellt.

Im Kitchen2Soul geht es nicht um stetige Optimierung, höhere Ziele, „schneller, weiter, besser“ und es geht auch nicht darum, keine Fehler machen zu dürfen. Es geht ums lebendig sein und darum, mit all den Ecken und Kanten, Herausforderungen, Über- und Unterforderungen des Alltags zurecht zu kommen und ein gutes, zufriedenes Leben zu führen.

Wir würden uns wünschen, dass sich unser neuartiges Konzept durchsetzt und Menschen aus der ganzen Stadt zu uns kommen, um sich zu vernetzen und unser Angebot zu nutzen oder einfach nur einen Kaffee zu trinken.

Kitchen2Soul
Große & Reichhart GmbH
Schlörstraße 4
80634 München

Telefon: +49 89 45238640

 

Magic Moment – Könnt Ihr Euch noch genau an den Moment erinnern, als Ihr dachtet: Ja, jetzt eröffnen wir unser Café?

Oh ja, wir wissen sogar noch genau das Datum: 09. Januar 2015

Wir sitzen zusammen und reflektieren über unseren beruflichen Status und Träume.

Tatjana: Ich hatte gerade eine berufliche Ernüchterung hinter mir: Im September letzten Jahres wurde ich Oberärztin und dachte, dass es bestimmt ganz toll würde. Schnell stellte sich raus, dass ich die Kompetenzen, die ich hätte bekommen sollen, nicht bekommen würde. Ich war sehr unzufrieden und mir war klar, dass sich mein Gefühl in diesem Krankenhaus nicht ändern würde.

Mir schoss dann wieder das Konzept von der Modern Life School in Hamburg in den Kopf. Ich finde das Konzept toll und hatte am Nachmittag in mein Handy eingegeben: „In den nächsten 10 Jahre eröffne ich eine Begegnungsstätte mit Veranstaltungen.“

Katrin sagte dann irgendwann: „Ich hätte total Lust auf so ein Coaching-Cafe.“ Wow, da hatten wir beide die gleiche Idee, wenn auch mit unterschiedlichem Fokus.

Dann haben wir gesagt: OK, dann machen wir das jetzt – Katrin Große & Tatjana Reichhart von Kitchen2Soul

Schon am nächsten Tag begannen wir mit dem Location-Research.

Meilensteine – Was waren die wichtigsten Schritte bis Ihr im Kitchen2Soul zum 1. Mal die Türen geöffnet habt?

09.01.2015: Magic Moment

Februar/ März: Businessplan und Locationsuche

Businessplan:
Katrin kannte sich ein wenig aus und dann haben wir weiter im Internet recherchiert. Tatjanas Bruder guckte mal kurz drüber.
So ein Businessplan ist ja auch kein Hexenwerk. Da gibt es eine klare Ansage, was der Inhalt ist. Und was die Zahlen angeht, ist das eh Bullshit-Bingo: Du ziehst Dir irgendwas aus der Nase und dann rechnest Du so vor sich hin: Kann sein, dass es so kommt, kann aber auch nicht. Wenn Du nicht zur Bank gehst brauchst Du ja gar keinen Businessplan.
Wir haben unter uns aufgeteilt, wer welche Kapitel macht und uns Deadlines verpasst. Und fertig war der Businessplan.
Für Dich selbst ist so ein Plan gut, damit Du z.B. ein Marketingkonzept hast, denn den brauchst Du. Ausser der Bank hat niemand danach gefragt.

So ein Businessplan ist ja auch kein Hexenwerk: – Katrin Große von Kitchen2Soul

Locationsuche:
Wir haben uns nur zwei Locations angeschaut und dann die Zweite genommen.

01.04.2015: Mietvertrag unterschrieben

01.07.2015: Eröffnung

Katrin: Es ging extrem schnell bei uns. Wir sehen die Schnelligkeit als Erfolgskonzept: Wenn Du einen Magic Moment hast, dann musst Du diese Energie, die entsteht sofort nutzen, sonst verpufft sie. Dann bist Du irgendwann drüber und denkst nur noch darüber nach, was alles nicht klappen könnte. Dann traust Du Dich vielleicht nicht mehr.

Wenn Du einen Magic Moment hast, dann musst Du diese Energie, die entsteht sofort nutzen, sonst verpufft sie. – Katrin Große von Kitchen2Soul

Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soul Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soul
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Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soul Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soul

Finanzierung – Wie habt Ihr Euer Startkapital zusammenbekommen?

50% privat finanziert; 50% über die Bank, kfw-finanziert

Ein wichtiger Punkt für die Kreditvergabe war, dass wir mit unserem Café drei Einnahmesäulen haben: Neben dem Café, die Veranstaltungen und der Buchhandel.

Support – Wer waren die größten Unterstützer im Gründungsprozess?

Das kitchen2soul ist ein richtiges Familienprojekt – Katrin Große & Tatjana Reichhart von Kitchen2Soul

Ohne Markus Schäfer – Tatjanas Lebenspartner – würde es das kitchen2soul nicht geben. Markus hat den kompletten Innenausbau gemacht. Das ist sein grosses Talent, denn eigentlich ist er Buchhändler und Buchwissenschaftler. Er hat sich auch um das passende Kassensystem gekümmert. Das war schwierig, denn gesucht war ein System, das Handel, Gastro und Online-Shop (Tickets) verbindet.
Auch heute steckt Markus noch sehr viel Zeit in das gemeinsame #Herzensprojekt. Der Buchhandel im Kitchen2Soul ist sein Baby.

Katrin’s Eltern: Sie haben uns immer wieder unter die Arme gegriffen: beim Möbel renovieren, streichen und vielem mehr.

Oliver Jäger, auch ein Gastro-Quereinsteiger, der eigentlich Zahnarzt ist. Er eröffnete im Juni 2014 nebenberuflich die Patolli Kaffeebar am Sendlinger Tor, weil er keine Lust mehr hatte auf die Plörre, die es in der Gegend zu kaufen gab. Mit ihm hat sich Katrin immer wieder ausgetauscht.

Marco, ein Freund aus der Hotelzeit von Katrin. Er ist ein sehr guter Barkeeper hier in München. Den hat Katin gefragt: Wo muss ich hin für eine gute Kaffeemaschine, wo bekomme ich bestimmte Getränke her.

Antonie Sabeder, eine sehr gute Freundin von Katrin. Sie ist ein wichtiger Sparringspartner für Katrin und Ideenfindung in der Küche. Sie ist eine tolle Köchin, super engagiert und flexibel. Gerade ist sie in Mutterschutz und unterstützt die Beiden.

Anja – eine befreundete Designerin – hat uns das Logo geschenkt.

Turbulenzen – Was war die grösste Turbulenz im Gründungsprozess?

In der Gründungsphase gab es keine wirklichen Turbulenzen.

Dafür war unser Eröffnungstag eine Katastrophe. Wir hatten ein Silent Opening und hatten keine Werbung gemacht. Lange haben wir auch kein Eröffnungsdatum genannt. Eine Woche vorher haben wir uns getraut und das Datum 01.07.15 ins Fenster gehängt.

Und dann haben sie uns die Bude eingerannt. Wir waren alle noch völlig unkoordiniert, hatten keine Abläufe und nix. Es war superheiss draussen. Unsere Freunde und Bekannte waren neugierig und kamen in Scharen um sich unser Café anzusehen. Und dann möchtest Du auch mit ihnen reden. Ging nicht. Wir waren komplett überfordert.

Jeder Cappucino ist eine Herausforderung, weil das mit dem Milchschaum noch nicht so funktionierte.

Schön wieder neue Blumen. Wo sollen wir die denn jetzt noch hinstellen?

Jeder Gast sollte ein Glas Prosecco bekommen. Tatjana hat noch nie in der Gastro gearbeitet: „Wie kann das so schwer sein fünf Prosecco-Gläser heil nach draussen zu bringen.“

Wie kann das so schwer sein fünf Prosecco-Gläser heil nach draussen zu bringen – Tatjana Reichhart von Kitchen2Soul

Unsere Familie hat uns auch jetzt unterstützt: Markus half im Service. Tatjanas Mutter mit Schwägerin und Katrins Mutter haben Gläser abgetrocknet und ausgeteilt. So haben wir es irgendwie hinbekommen.

Am Abend haben wir uns beide angeguckt und gesagt: Ach Du meine Güte, was haben wir uns angetan. Das war der grösste Fehler unseres Lebens

Jetzt hat sich alles normalisiert: Die Abläufe haben sich eingespielt und diesen Riesenansturm gab es nur am Eröffnungstag.

Schwierigkeiten – Irgendwas oder wer funktioniert nicht so, wie Ihr Euch das vorstellt: Wen oder was fragt Ihr für eine Lösung?

Wir sprechen miteinander und versuchen eine Lösung zu finden. Wir holen uns wenig Hilfe von aussen.

Austausch mit Oliver Jäger von der Patolli Kaffeebar: Katrin tauscht sich immer wieder mit Olli aus. Er ist auch Quereinsteiger und für sie ein guter Sparringspartner bei Fragen wie: Wie bekommst Du den Spagat hin? Wie kommst Du mit dem Arbeitsaufwand zurecht. Nach den Gesprächen fühlt sie sich besser: „Aha, dem geht es auch so. Also ganz normal.“

„Volatilität des Geschäfts/ das Nichtplanen ist anstrengend und nervt unglaublich“ sagt Katrin: Haben wir morgen volles Haus? Oder nicht? Wir konnten (noch) keine Gesetzmässigkeiten feststellen. Darüber tauschen wir uns auch mit anderen Gastronomen aus. Aber jeder sagt: Es gibt keine Sicherheit. Es ist auch eine finanzielle Frage: Ich mache zehn Sandwiches: vielleicht gehen die weg, vielleicht schmeisse ich abends auch acht weg. Das stresst mich, weil ich nicht gerne wegwerfe – wir wollen gut wirtschaften.
Neben der Nichtplanbarkeit brauchten wir für die Mittagszeit eine zusätzliche Küchenhilfe und das bedeutet Extra-Personalkosten. Unsere Konsequenz: Wir müssen das Essen vereinfachen. Es ist so für uns nicht mehr händelbar.

Irgendwann kamen wir mit Petra Dahm von myfable ins Gespräch. Myfable hat keine eigene Küche, möchte aber zwei Mittagsgerichte anbieten. Eine Lösung fanden sie in den bereits gekochten und dann verpackten Gerichten in Weck-Gläsern der Genusszentrale in Puchheim. Das erschien uns eine gute Lösung für unser Problem. Hier sind wir mit my fable eine Kooperation eingegangen und bekommen so einen besseren Einkaufspreis. Win-Win für alle!
Ach und unsere Franzbrötchen gibt es jetzt auch bei my fable. …

Wir sind eine Kooperation mit Petra Dahm von my fable eingegangen – Katrin und Tatjana von Kitchen2Soul

Schwierigkeiten – Wo wollt Ihr noch besser werden?

Marketing, Marketing, Marketing!

Wir wollen unsere Homepage straffen und aktiver gestalten,

Wir werden unser Netzwerk ausbauen

  • … um hier im Stadtviertel bekannter zu werden. Wir wollen ins Feld gehen und uns persönlich vorstellen und uns noch mehr vernetzen. Dann mit Flyern im Viertel werben, bei Veranstaltungen im Viertel dabei sein.
  • … um unseren Coachingraum besser zu vermieten. Dafür sprechen wir Coachingschulen an, um zukünftige Coaches auf unser Raumangebot aufmerksam zu machen.
  • … um unser Coachingangebot zu bewerben. Wir wollen Flyer auslegen und die aktive Ansprache fördern z.B. in Physiotherapiepraxen oder bei Frisören

Workshopangebot ausweiten:
Wir wollen viele verschiedene Themen anbieten, die die unterschiedlichen Zielgruppen interessieren: Familien mit Kindern aus dem Viertel, Coaches und mehr.

Treibstoff – Was motiviert Euch jeden Morgen aus dem Bett zu steigen?

Katrin: Die Begegnung mit den Menschen. Wenn morgens die ersten Leute reinkommen und einen Kaffee bestellen. Stammgäste, die jeden Morgen kommen. Schau, die finden uns immer noch toll. Das ist schön. Fremde und neue Leute, die ganz andächtig kommen und fragen: „Wie lange gibt es Euch denn schon? – das ist echt schön hier.“ Diese positiven Reaktionen, die motivieren mich total. Wenn jemand sagt: „Toll, was ihr hier macht“ – das geht immer noch runter wie Öl

„Toll, was ihr hier macht“ – das geht immer noch runter wie Öl – Katrin Große von Kitchen2Soul.

Tatjana: Mein ganzes Leben ist gerade so spannend. Seit Januar diesen Jahres habe ich so viele Möglichkeiten. Alles ist wie ein Spielplatz. Ich probiere ganz viel aus und schaue was funktioniert.

Zukunft/ Vision: Was ist bei „kitchen2soul“ anders in 12 Monaten/ 3 Jahren?

Wir wollen die Umsätze unserer drei Standbeine gleichmässiger verteilen. Das Café bleibt das Herzstück. Aber wir haben mehr Veranstaltungen am Abend, regelmässige Netzwerkveranstaltungen zu verschiedenen Themen, mehr Raumnutzung z.B. von Coaches oder von uns.

Das Café bekommst Du am schnellsten zum Laufen und generierst Umsätze. Die anderen Standbeine, besonders der Bereich Veranstaltungen/ Coaching/ Raumnutzung sind wesentlich marketingintensiver.

Umsätze – diese Verteilung streben wir an:

  • Café: 50%
  • Buchhandlung, Karten etc.: 25%
  • Coaching, Seminare und Veranstaltungsformate wie z.B. Geburtstagsfeiern: 25%

Und in drei Jahren?
Das wird sich ergeben. Wir sind viel im Gespräch mit unseren Begegnungen. Hier kommen wir immer wieder auf neue Ideen, auf die wir selbst gar nicht kommen würden.

WARUM seid Ihr bei „Respekt Herr Specht!“ dabei?

Weil der Specht auch sehr kreativ ist und freche Fragen stellt. Wir finden diese Gründergeschichten klasse. Besonders in unserer Gründungsphase hätten wir auch gerne solche Geschichten gelesen. Spannende inspirierende Gründergeschichten, von Menschen, die sich was trauen.
Es ist toll, wenn Du von den Erfahrungen der anderen profitieren kannst. Da sparst Dir so manche Schleife. Oder Du liest, wie die anderen es geschafft haben und Du Dir dann sagst: Ich kann das auch schaffen.

Es ist toll, wenn Du von den Erfahrungen der anderen Gründer profitieren kannst. Da sparst Dir so manche Schleife – Tatjana Reichhart über Respekt Herr Specht

Bettina Sturm von RespektHerrSpecht führt ein Gründerinterview mit den FoodPreneuren Katrin Große und Dr. Tatjana Reichart – beide Quereinsteiger - vom GastroStartUp kitchen2soulDas Kitchen2Soul hat ein tolles Angebot. Neben Büchern, Karten und Geschenkartikeln spannende Veranstaltungen, z.B.:

  • 17.11.15: Flucht, Trauma und Migration aus psychosozialer Sicht. Vortrag und Diskussion mit Dr. phil. Alexandra Liedl, Diplompsychologin, Refugio München.
  • 10.12.15: Eine Stunde nur für mich – Achtsamkeit in der Vorweihnachtszeit – Eine Stunde achtsamkeitsbasierte Stressreduktion und Anregungen zum Nachdenken und Innehalten mit Dr. med. Tatjana Reichhart

Ihr könnt das Café auch für Eure eigene Veranstaltung mieten. Du bist Coach? Dann findest Du hier den Coachingraum für Dich.

Und … jeden Freitag von 17:00 bis 20:00 Uhr gibt es Aperitivo mit Häppchen. Ein wunderbarer Start ins Wochenende! Oder?

Habt Ihr Lust auf’s Kitchen2Soul bekommen? Was gefällt Euch?
Ich freue mich über Eure Kommentare.

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3 Kommentare

  • Ich gratuliere Euch zu Eurem Mut und Eurem gelungenen Projekt. Als Kaffee-Connoisseuse würde mich aber auch noch die Sache mit dem Getränk Kaffee interessieren. Auf was habt Ihr bei der Auswahl der Marke geachtet? War es schwierig, geeigneten Lieferanten zu finden? Werdet Ihr von der Rösterei mit Know How unterstützt? Viel Erfolg weiterhin und beste Grüße aus der Kaffeestadt Hamburg, Daniela Schulz

    • Bettina Sturm 13. November 2015 - 8:34 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Daniela,
      Kaffee-Connoisseuse, das ist ja mal ein Ausdruck! Woher kommt Deine Liebe zum Kaffee?
      Die speziellen Kaffeefragen werde ich an Katrin & Tatjana weitergeben.
      Grüsse nach Hamburg von Bettina

    • Katrin Große 14. November 2015 - 13:33 Auf diesen Kommentar antworten

      Liebe Daniela,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wichtig war für uns erstmal, dass es ein lokaler Röster aus München ist, von dem wir unseren Kaffee beziehen. Da gibt es eine überschaubare Anzahl, so dass wir uns nicht durch soviel durchprobieren mussten. Durch Empfehlung von Kaffeekennern sind wir dann sehr schnell bei Fausto gelandet und da haben wir uns dann für die Bohne entschieden, die uns persönlich am besten schmeckt. Es war also nicht so schwierig jemanden zu finden. Wenn wir Fragen haben rund um den Kaffee, ist Fausto immer ein sehr kompetenter und freundlicher Ansprechpartner und steht mit Rat und Tat zur Seite.
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Süden
      Katrin und Tatjana

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