Mobiles Café – eine Alternative zum stationären Café. Marie-Therese liebt die Gastronomie und finanzierte ihr Jura-Studium mit Kellnern. Auch in ihrem Job als Produktmanagerin poppte die Gastro-Faszination immer wieder hoch. Sie schrieb einen Businessplan für einen Stand auf dem Münchner Viktualienmarkt. Die damals 40-jährige Mutter von zwei Kindern spielt durch, wie als Marktfrau ihr Alltag aussehen wird und entscheidet: Diese Idee stirbt jetzt.

Und was jetzt? Dann geht alles ganz schnell: Bulli in den Kleinanzeigen gesehen, in 24 Stunden neuen Businessplan durchkalkuliert und fünf Tage später ist sie Besitzerin eines himmelblauen Oldtimer-Bullis von 1978.

Was Marie-Therese mit ihrem Bulli alles erlebte, bis sie das erste Event ausrichtet, wie es heute mit der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit aussieht und welche Tipps sie dir mit auf den Weg gibt, das gibt es heute in diesem wunderbaren Interview.

Was ist „Bullicious“?

Bullicious ist eine kleine aber feine, ganz besonders liebevoll mobile Vintage-Bar in Form eines Oldtimer-Bullis von 1978, mit eben auch dem Charme dieser Zeit. Wir sind im Großraum München unterwegs und möchten unsere Kunden mit Kaffeespezialitäten, Aperitifs und Cocktails, selbstgemachten Limonaden, Belgischen Waffeln und handverlesenen Produkten glücklich machen.

Angebotsvielfalt: Catering überall
Unser Angebot ist so vielfältig und einzigartig wie unsere Einsatzmöglichkeiten. Dadurch, dass wir mobil sind und die Bar sehr modular und flexibel gebaut haben, können wir eigentlich alles machen.

Hochzeit: Bei einer Hochzeit geben wir den Sektempfang vor dem Standesamt. Dem geben wir mit unserem Bulli einen ganz besonderen Rahmen. Da bieten wir dann neben Sekt z.B. auch unsere selbstgemachte Limonade an, die als alkoholfreie Alternative zum sonst üblichen Orangensaft ist. Wenn man den Sektempfang ein wenig ausweiten möchte, wird neben Kaffee aus unserer Espressomaschine auch gern schon einmal ein Aperitif hinzugenommen. Mit dieser Kombi unterscheiden wir uns eben auch von den meisten Mitbewerbern, die entweder Sekt oder Kaffee anbieten können.

Die Kaffeemaschine ist bei uns immer dabei, und wenn jemand Lust auf einen Espresso hat, können wir das problemlos anbieten. Dazu sind dann auch kleine Snacks möglich, sowohl Süßes wie unsere Belgischen Waffeln als auch herzhaft. In dem Fall haben wir beispielsweise ein Südtiroler-Angebot, wo dann Crudo mit Grissini und Oliven oder Südtiroler Speck mit frischem Kren usw. dabei ist.

Party: Bei einer Geburtstagsparty sind wir die coole Cocktail Bar und auf Messen sind wir der Blickfang und Publikumsmagnet. Und im Sommer haben auch schon als mobiler Kiosk an einer Badestelle gestanden. Wer also genügend Platz hat etwas Besonderes sucht, kann uns gerne buchen. Einfach fragen.

Du sagst, was du brauchst und wir kümmern uns darum. Es ist alles möglich. Das ist das Schöne an unserem Bulli.

Dein USP – was ist bei Bullicious anders als bei anderen mobilen Cafékonzepten?

Mein USP hat zwei Säulen:

  1. Der Bulli selbst ist ein echter Hingucker und zieht die Leute an. Er ist etwas ganz Besonderes und hat diese durchweg positive Ausstrahlung. Viele Leute verknüpfen mit solch einem Bus positive Erinnerungen, und jeder der zu mir an den Bus kommt, hat ein Lächeln im Gesicht.
  2. Meine eigene Persönlichkeit und das Herzblut, das ich in mein Geschäft einbringe. Ich stehe selbst in diesem Bus, begrüße jeden mit einem Lächeln und sorge dafür, dass sich die Leute bei mir wohlfühlen.

Ich bekomme wahnsinnig viel schönes Feedback. Auf diese Weise habe ich mir innerhalb kürzester Zeit eine Stammkundschaft aufgebaut, die mich sogar auf den verschiedenen Events besucht. Das ist unglaublich schön zu sehen, dass die Leute da regelmäßig zu mir kommen und mir treu bleiben, auch wenn es manchmal schwierig ist, da ich ja nicht immer am selben Ort bin.

Motivation – Warum hast du gegründet?

Die äusseren Umstände haben mich dazu gezwungen, mich mit dem Thema: Was will ich denn jetzt beruflich machen? – auseinander zu setzen. 

Mein Studium habe ich mir durch Jobs in der Gastronomie finanziert. Ich habe den Kontakt zu den Menschen geliebt. Das hat mich nie losgelassen.

Nach dem Studium habe ich vierzehn Jahre lang als Produktmanagerin in der Industrie gearbeitet. Das hat mir auch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich habe da viel gelernt und bin in dem Job auch aufgegangen.
Aber was mir gefehlt hat, war dieser Kontakt mit den Menschen – einfach diesen regelmäßigen Austausch, der eben das Besondere an der Gastronomie ist. Jeder, der in dem Bereich schon gearbeitet hat, dürfte wissen, was ich da meine. Der tägliche Austausch mit den Menschen, die Geschichten zu erfahren – es gibt immer Zeit für einen kurzen Plausch. Einfach auch dieses direkte Feedback zu erhalten auf das, was man da macht. Das ist ja etwas, was bei einem Bürojob in der Industrie total untergeht. Da kann man froh sein, wenn man im Personalgespräch mal eine positive Rückmeldung bekommt, aber die sind ansonsten eher rar gesäht.

Insofern hatte ich schon eine ganze Weile damit geliebäugelt, wieder in die Gastro zurückzukehren. Aber, wenn man Familie hat, ist das schon ein sehr mutiger Schritt: Heraus aus einer sicheren Festanstellung, um dann etwas Eigenes zu starten, wo man natürlich anfangs auch sehr viel Zeit und Energie investieren muss. Da bekommt man auch mal seine Zweifel, ob man denn überhaupt die richtige Wahl getroffen hat und diese auch mit der Familie vereinbar ist.
Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut, diesen Weg zu gehen. Ich habe mir gedacht:“ Na ja, eigentlich geht es mir ja jetzt gut, es geht schon irgendwie. Ich habe einen sicheren Job und feste Arbeitszeiten“ – was natürlich auch schon ein Thema ist.

Aber dann hat sich diese Entscheidung von alleine geregelt. Es gab Umstrukturierungen bei uns um Unternehmen, so dass ich in die neue Richtung gewissermaßen geschubst wurde. Ich wurde nämlich mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen des Raus gestellt. Dann musste ich mir überlegen: „In welche Richtung möchtest du gehen, was möchtest du machen?“
Auch wenn das zuerst ein herber Schlag war, vor allem auch für mein Ego, habe ich das dann trotzdem als Chance gesehen, jetzt noch einmal zu schauen, ob ich nicht eigentlich auch mal etwas anderes machen möchte. Diesen Traum zu verwirklichen, den ich schon so lange gehegt hatte.

Meine Kids waren da neun und fünf Jahre alt.

STECKBRIEF BULLICIOUS

Standort: Grossraum München; https://www.bullicious.events/

Öffnungszeiten:

  • Samstags auf dem Wochenmarkt in Germering von 7-12:00,
  • ab dem Frühjahr wieder Sonntags am Anger in Gräfelfing an der Radstrecke nach Starnberg
  • Weitere Events: „Vegan meets Outback 2“ am 30.03.19 in Moosach; Modenacht und Autoschau in FFB am 18./19.05.19, 

Betreiberin: Marie-Therese Geetz

Eröffnung: Mai 2018

Konzept: Mobile Kaffee- und Eventbar

Besonderes: Mein Oldtimer Bulli von 1978, den wir liebevoll hergerichtet haben. Sein Innenleben haben wir mit Kühlschränken, einem kompletten Wassersystem und einer tollen La Marzocco Siebträgermaschine ausgestattet. Alles ist modular und wir können ganz individuell auf die Kundenwünsche eingehen.

Mitarbeiter: 1 fest (450€)

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BIO MARIE-THERESE GEETZ

Marie-Therese Geetz
seit 05/2018 – heute: Inhaberin und Geschäftsführerin von Bullicious

Ausbildung:
1996 – 2004: Studium Rechtswissenschaften, Universität Bayreuth & LMU München/ Studienfinanzierung: Arbeit in verschiedenen Gastronomien
2004 – 2006: Trainee Product Management, Arena Deutschland GmbH

Berufserfahrung:
2006 – 2011: Junior Product Manager, Arena Deutschland GmbH
2011 – 2014: Brand Manager, Arena Deutschland GmbH
2014 – 2017: Product Merchandising Manager, Arena Deutschland GmbH

BULLICIOUS UND SEINE Philosophie

Bullicious steht für ein Lebensgefühl. Mein Bulli strahlt so viel Liebevolles und Besonderes aus und er macht die Menschen einfach glücklich. Ich liebe die kurzen Gespräche mit den Gästen, die mir von Ihren Urlauben in genau so einem Bulli mit dem großen Gefühl der damit verbundenen Freiheit erzählen. Die Menschen endschleunigen bei mir am Bus, das spüre ich und das möchte ich auch mit handverlesen Produkten und charmantem Service zurückgeben. Jeder soll sich bei mir wohl und willkommen fühlen und eine kleine Auszeit von der Hektik des Alltags bekommen.

Meilensteine – Was waren die größten Meilensteine bis zur Eröffnung? Und danach?

Schon während meiner Unternehmenskarriere habe ich immer wieder damit geliebäugelt, in die Gastronomie zurückzugehen.

Vor sechs oder sieben Jahren hatte ich angefangen, einen Businessplan zu schreiben, weil ich ursprünglich einen Stand auf dem Münchner Viktualienmarkt machen wollte. 

08.2017: „Alter“ Businessplan Stand auf dem Viktualienmarkt: Nach meiner Kündigung habe ich dann meinen Businessplan wieder herausgekramt. Mir war klar, dass ich nicht mehr da weitermachen wollte, wo ich aufgehört hatte, nämlich im Produktmanagement. Solch eine Situation wollte ich nicht noch einmal erleben.

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Das damalige Konzept finde ich nach wie vor gut. Ich glaube auch, dass das funktionieren würde. Und diese romantische Vorstellung, ein Stand auf dem Viktualienmarkt! Dieses Markttreiben, das schöne Wetter, strahlend blauer Himmel und alle gut gelaunt! Aber, als dann aus meinem Traum Realität werden sollte, habe ich mich gefragt:

Wenn ich das wirklich machen will, was heißt denn das überhaupt? Was kommt da auf mich zu? 

Ich habe überlegt, was an meiner Entscheidung noch alles dran hängt: Der Viktualienmarkt hat an sechs Tagen pro Woche geöffnet, unter der Woche bis um 18 Uhr und am Samstag bis um 16 Uhr. Es ist gewollt, dass die jeweiligen Inhaber am Stand anwesend sind. Davon lebt ja auch der Markt. Die Marktbetreiber wollen dieses besondere Flair aufrechterhalten. Es ist schon etwas anderes, wenn man selbst am Stand steht und für seine Sache brennt, als wenn man immer wechselnde Aushilfen hat. Die wollen, dass man den jeweiligen Stand mit einem Gesicht verbindet, um die besondere Atmosphäre zu bewahren.

Das hätte dann aber für mich bedeutet, bis der Laden sauber wäre usw., da wäre ich vor acht Uhr abends nicht zu Hause. Und dafür habe ich schließlich keine Kinder in die Welt gesetzt, dass ich dann keine Zeit mehr für sie hätte. Das kann und will ich so nicht machen. Das wäre eine Verschlechterung im Vergleich zu dem, was ich vorher gemacht hatte.

In meiner Anstellung war ich auch immer unter Strom. Aber, ich war trotzdem am Nachmittag zu Hause. Diese Flexibilität wollte ich beibehalten. Die Möglichkeit, für meine Kinder da zu sein, wenn sie mich brauchen. Das wird natürlich immer weniger, je älter sie werden. Das ist mir schon klar. Aber zurzeit sind sie eben in einem Alter, in dem sie mich brauchen. Gerade wenn es dann auch in Richtung Schule geht.

Ich bin dann zu dem Schluss gekommen:

Das ist zwar eine tolle Idee und ein schönes Konzept, aber jetzt momentan ist das einfach nicht passend für meine jetzige Lebenssituation.

Alternativen: Also habe ich mir überlegt, was es denn für Alternativen gibt. Es sollte weiter Gastro sein, denn da liegt einfach meine Leidenschaft.

10.2017: Der Bulli: Dann habe ich einfach mal in den Kleinanzeigen geschaut, was denn so ein Food-Truck kosten würde. Die dritte Anzeige war mein Bulli. Ich habe ich mich sofort verliebt. Den musste ich haben! Das war dienstagnachts, im Oktober 2017. Ich habe mir die Bilder angeschaut, den Text gelesen, und ohne vorher groß darüber nachzudenken, habe ich sofort eine Nachricht geschickt: „Ist der Bus noch da?“

Turbulente 24 Stunden: Dann kam auch relativ prompt die Nachricht zurück: Ja. Dann habe ich gebeten, mir den Wagen bis zum nächsten Tag zu reservieren, ich würde mich melden. Ich wollte einfach noch einmal in mich gehen, denn immerhin war das ja dann doch schon ein ziemlicher Schritt.

Danach musste alles ganz schnell gehen. Ich wusste, ich will den Bus haben. Aber es musste ja auch irgendwie ein Konzept dahinter stehen. Ganz so blauäugig bin ich nicht, dass ich mir da auf Teufel komm raus solch einen Bus kaufe, ohne eine Vorstellung davon zu haben, ob das ein tragfähiges Geschäft sein könnte.

Also habe ich mich hingesetzt, mir innerhalb von 24 Stunden ein Konzept überlegt und zu rechnen begonnen. Damals war die Idee noch ganz klassisch: Kaffee und Kuchen auf dem Markt, denn ich war ja mobil, Ich dachte mir, da kannst du dich unter der Woche schön an den Vormittagen hinstellen und das dann auch ganz gut mit den Kindern vereinbaren. Ich musste also rechnen, was bedeutet das an Einnahmen am Tag und in der Stunde? Wie viel Kaffee und Kuchen muss ich denn in der Stunde verkaufen, damit das einigermaßen hinhaut?

Dabei merkte ich, dass das gar nicht so unrealistisch war: Meine erste Kalkulation lag damals bei vier bis fünf Tagen in der Woche und ab und zu noch ein Event. Damit bin ich rechnerisch hingekommen und habe mich entschlossen: Das mache ich! Ich muss mich jetzt entscheiden!

Ich musste die Kaufsumme organisieren.  Es mussten Details mit der Vorbesitzerin abgeklärt werden: Überführungskennzeichen, Zeitpunkt für die Abholung usw. Sie hatte mir gesagt, dass sie mir den Wagen nur bis mittags reservieren könne, und auch nur, wenn ich ihn direkt am Samstag abholen würde.

Das war natürlich alles sehr kurzfristig. Aber in dem Fall war das vielleicht auch ganz gut so. Denn wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, um darüber nachzudenken, wären mir vielleicht doch noch Gegenargumente eingefallen.

Also haben wir den Bulli abgeholt. Allerdings sind wir mit dem Bulli nicht einmal nach Hause damit gekommen. Unterwegs ging die Lichtmaschine kaputt und er musste gleich in die Reparatur.

11.2017: Bulli-Ausbau und moralische Unterstützung: Ein Freund von uns ist leidenschaftlicher Bulli-Schrauber. Er sagte: „Ganz ehrlich, das Ding steht super da und macht einen guten Eindruck. Selbst wenn es letztendlich nicht funktionieren sollte, der ist schon allein 5.000 EUR mehr wert, dass ihr ihn direkt nach München holt. Die Dinger steigen stetig im Wert. Das Risiko, das ihr eingeht, ist überschaubar, denn verkaufen könnt ihr in immer noch. Da werdet ihr kein Geld kaputtmachen.“

Das war schon einmal ein wichtiger Punkt: Einfach zu wissen, dass man mit dieser Anfangsinvestition richtig liegt und das Risiko in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden kann.

Wir haben dann innen erst einmal alles neu gemacht, denn das war im Endeffekt einfacher, als die vorhandene Innenausstattung zu reparieren. Für den Umbau haben wir etwa ein halbes Jahr gebraucht. Das hatten wir anfangs tatsächlich unterschätzt. Aber wir haben da eben auch viel Herzblut hineingesteckt und das Meiste selbst gemacht. Das alles als externen Auftrag zu vergeben, wäre für uns gar nicht finanzierbar gewesen.

04.2018: Gründung Bullicious – mobile Kaffeebar und mehr

05.2018: Wir hatten unser erstes Event im Mai. Das war unser Startschuss und war natürlich sehr aufregend, 

Finanzierung – Wie hast du dein Startkapital zusammenbekommen?

Gestartet bin ich zunächst einmal mit Eigenkapital, das u.a. auch von der Abfindung von meinem vorherigen Job stammte. Später kam dann noch ein Familiendarlehen dazu.

Ursprünglich wollte ich einen Kredit aufnehmen. Ich war bei vier Banken und habe vier Absagen bekommen. Die wollten dann auch gar keine Nachbesserung oder Überarbeitung des Businessplans. Das Thema hatte sich für mich erledigt.

Glücklicherweise konnte ich dann mit einem Privatdarlehen aus der Familie weitermachen.

Luftsprung – was war das Schönste, das du mit deinem Bulli bisher erlebt hast?

Das sind gleich ein paar Punkte. Das tollste Gefühl war, als ich das erste Mal in meinem Bulli saß und damit vom Hof gefahren bin. Jetzt hatte ich mein eigenes Ding. War das aufregend!

Dann das erste Event – waren wir stolz – mein Mann und ich. In der Nacht vor dem Event, haben wir noch überlegt haben, ob wir das Event absagen sollen. Wir hatten nämlich noch ein Riesenproblem mit der Klappe vom Bulli. Morgens um sechs war sie dann endlich eingesetzt. Punktlandung!
Dann bekamen wir auf dem Event so viel positives Feedback – das hat uns wirklich mit Stolz erfüllt. Mein Mann war bei diesem ersten Event dabei. Als er dann aus erster Hand diese Feedbacks bekam, das war toll. Da wussten wir: Es hat sich alles gelohnt! Es ist gut geworden!

Turbulenzen – Was waren die größten Schwierigkeiten im Gründungsprozess? Und danach?

Die Finanzierungsgeschichte war schwierig. Dieser Zahlenteil beim Businessplan hat mich wirklich wahnsinnig gemacht! Jede Bank wollte es anders haben, und für jede Bank musste man noch ein anderes Ding ausfüllen und die Zahlen nochmal komplett anders rechnen. Dann auch noch im Endeffekt mit nichts rauszugehen, war dann wirklich hart. 

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Ich entwickle gerade ein neues Produkt für dich: Businessplan Café erstellen leicht gemacht!
Wow, genau was du brauchst? Dann trag' dich in meine VIP-Liste ein und ich informiere dich, so bald es Neuigkeiten gibt.

Auch der ganze Behördenkram war langatmig. 

Und dann die Umbauphase vom Bulli. Puh, das war wirklich nervenaufreibend, denn es hat da einfach nichts auf Anhieb geklappt.

Heute ist mein größter Pluspunkt auch gleichzeitig meine größte Herausforderung: Meine Mobilität. Ja, ich bin sehr flexibel. Aber es ist auch mit ständiger Akquise verbunden. Es ist schwierig, eine Stammkundschaft aufzubauen und zu halten. Klar, es dauert immer eine Weile, bis man von der neuen Kundschaft angenommen wird. Da benötigt man also ein gewisses Durchhaltevermögen und muss auch den damit verbundenen Frust aushalten können. Man muss es dann einfach als Ganzes sehen und sich sagen, dass es morgen vielleicht besser wird und die Leute sich irgendwann an dich gewöhnt haben und sich dann auch trauen, zu dir zu kommen.

Tipps – Was sind deine 3-Top-Tipps für heutige Cafégründer?

  1. Ganz wichtig: Bevor du startest, unterziehe deine Idee nochmal einem finalen Check. Überlege dir bis in die letzte Konsequenz, wie dann dein Alltag aussehen wird. Das Geschäft, das du dir aufbaust, muss zu deiner Lebenssituation passen.
  2. Hole dir Unterstützung für die Gründungsphase, damit der Traum nicht zerplatzt sondern von Anfang an auf soliden Beinen steht. Wenn man jemanden hat, der einem auch beratend zur Seite steht und auch auf den einen oder anderen Stolperstein hinweisen kann, das ist unglaublich viel wert.
  3. Know your numbers! Du musst deine Zahlen kennen und regelmäßig überprüfen, damit es keine bösen Überraschungen gibt und du noch rechtzeitig reagieren kannst, wenn nötig.

Mobiles Café: Die Alternative zum stationären Café

Mobiles Café Konzept: Marie-Therese ist superhappy, dass sie mit BULLICIOUS die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit gut hinbekommt. Gerade ist wieder als Barista mit mobiler Kaffeebar für ein Event gebucht worden.

Du schaust auch nach Gastro-Konzepten, die dir mehr Spielraum und Flexibilität lassen? Hier sind einige Beispiele:

  • Ein mobiles Konzept für z.B. Wochenmärkte und Caterings. Beispiele sind hier Familie Klein mit ihrer mobilen Kaffeebar CafeLoco oder Marie Therese Geetz von Bullicious – dem umgebauten Bulli als mobile Bar.
  • ZulieferIn für Caterings: Hier backst du Kuchen, Quiches, Plätzchen oder erstellst Teile des Buffets.
  • Ein Online-Business für Kulinarisches. Als Beispiele seien hier genannt: Marie Bockstaller von Modern Bakery, die ihre Madeleines ausschliesslich über ihre Online-Präsenz und offline über Netzwerken vertreibt. Oder Angelika Fritz von Meine Zuckerfreiheit, die zum Thema „Zuckerfrei leben“ Onlinekurse und Rezeptbücher anbietet.

CAFÉGRÜNDUNG: SCHRITT-FÜR-SCHRITT ANLEITUNG

Damit dein Traum kein Alptraum wird, empfehle ich dir meine Anleitung: Deine Cafégründung – Vom bis zur Eröffnung.

Dort gebe ich dir jede Menge Impulse mit auf den Weg, wie du aus deinem Lebenstraum „Café eröffnen“ ein Business machst, das dich dann auch finanziell trägt.

>> Hier ist die Anleitung:  Cafégründung: Schritt-für-Schritt zum eigenen Café

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Aber, bist du überhaupt dafür gemacht ein Café zu führen?
In diesem Blogpost stelle ich dar, welche Probleme ich in Gesprächen mit Cafégründern in spe identifiziert habe. Und warum du vor diesem Schritt unbedingt checken solltest: Passt ein Café überhaupt zu dir?
Lesetipp >> Erfolgreiche Cafégründer. Warum toller Kaffee und Kuchen für den Erfolg nicht reichen

Gastronomie und die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit
Ich gebe dir 5 Tipps, die du dabei beachten solltest. Und zeige Alternativen zum stationären Konzept auf.
Lesetipp >> Mutter oder Vater sein und eigene Gastro gründen – Geht das?